Diederich Heßling ist ein autoritätshöriger preußischer Bürger. Bereits als junger Mann erkennt er, dass mit Macht dienen muss, wer selbst Macht ausüben will. Nach oben buckeln und nach unten treten, wird seine Lebensmaxime. Er denunziert Konkurrenten, schmiedet ein betrügerisches Komplott mit korrupten Sozialdemokraten im Stadtrat und heiratet eine nicht sonderlich attraktive, aber reiche Frau. Fehlt eigentlich nur noch ein Treffen mit dem Kaiser.
Wolfgang Staudtes Verfilmung von Heinrich Manns Roman ist eine beißende Satire und faszinierende Charakterstudie zugleich. Werner Peters‘ kongeniale Darstellung eines karrieresüchtigen Opportunisten und Reaktionärs ist unvergesslich.











