Orson Welles ist ein Mythos, ein selbstinszenierter dazu. Leben und Werk dieses Mannes verschwimmen bewusst ineinander. Orson Welles hat gerade auch private Geschichten so oft abgewandelt und neu erzählt, dass die Ursprünge nicht mehr auszumachen sind. Was bleibt, ist eine Wahrheit, die erst aus dem Zusammenspiel von Kunst und Lüge, Illusion und Inszenierung entsteht. Orson Welles war ein Einzelgänger, ein erklärtes Genie, das viel anfasste und wenig vollendete und dennoch als einer der künstlerisch einflussreichsten Filmemacher überhaupt gilt.

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R: Carol Reed, Orson Welles

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R: Orson Welles

Amerika in den 1920er-Jahren: Charles Foster Kane herrscht über unzählige Zeitungen und Radiostationen, doch der Erfolg ...

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Ein witzig-erstaunliches Filmessay über Wahrheit, Schein und Lüge von Orson Welles.

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Biografie

Orson Welles wurde 1915 als Sohn eines Industriellen und einer Pianistin in Kenosha/Wisconsin geboren und zog sechsjährig mit seiner Mutter nach Chicago. Mit 16 Jahren ging er nach Europa, gab sich in Dublin als Broadwayschauspieler aus – wurde prompt engagiert.
Schlagartige Berühmtheit erlangte Welles 1938 mit einem Hörspiel, das er nach einer Vorlage von H. G. Wells geschrieben, inszeniert und gesprochen hatte: „Krieg der Welten“. Die Darbietung war so realitätsnah, dass sie eine landesweite Massenpanik auslöste.Hollywood wurde auf das Talent aufmerksam, und Anfang der vierziger Jahre erhielt Welles das Angebot, frei von jeglichen finanziellen und künstlerischen Zwängen einen Film zu realisieren. Das Ergebnis schrieb Filmgeschichte: „Citizen Kane“.
Doch Welles überwarf sich schon bald mit dem Studiobetrieb Hollywoods und hatte in den kommenden Jahren vor allem Misserfolge zu verzeichnen. Künstlerisch bewies er jedoch nach wie vor seine Ausnahmestellung und ging schließlich nach Europa, um sein Filmglück zu suchen.
Die folgenden 35 Jahre zog Orson Welles quer durch Europa und spielte wichtige ebenso wie unwichtige Rollen in guten und schlechten Produktionen, um Geld für seine eigenen ambitionierten Projekte zu akquirieren. Einige dieser Vorhaben konnte er realisieren, darunter seinen preisgekrönten „Othello“, seine Version von Kafkas „Der Prozess“ und einen wundervollen „Falstaff“. Andere Projekte begann er, pausierte ein Jahr, drehte weiter und pausierte erneut. Zwar wurde er von jungen Filmemachern auf Festivals hofiert und idealisiert, doch er selbst hatte zu selten die Chance erhalten, seine persönlichen Ideen umzusetzen und wenn, so hatte ihm oft das Fingerspitzengefühl für die ökonomische Seite des Filmgeschäfts gefehlt. Im Oktober 1985 starb Orson Welles in Los Angeles an Herzversagen.

Filmografie

Filmografie (Auswahl)

F wie Fälschung (1974)
Falstaff (1965)
Der Prozess (1962)
Im Zeichen des Bösen (1958)
Othello (1952)
Macbeth (1948)
Der Glanz des Hauses Amberson (1942)
Citizen Kane (1941)