Originaltitel
Roma, città aperta
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
1945
Genre
Drama
Lauflaenge ca. 93 min.
FSK 12

Darsteller
Anna Magnani
Aldo Fabrizi
Marcello Pagliero
Vito Annicchiarico

Stab
Regie: Roberto Rossellini
Drehbuch: Sergio Amidei, Federico Fellini, Roberto Rossellini
Kamera: Ubaldo Arata

Rom 1944: Hunger und Angst beherrschen die Stadt. Razzien, Verhaftungen und Folter durch die SS sind an der Tagesordnung. Mit gnadenloser Härte verfolgen die Faschisten jeden kleinsten Widerstand gegen die Deutschen. Und trotz allem steht für Pina ein großer Tag bevor. Morgen wird sie ihren Verlobten Francesco heiraten. Doch der heimliche Widerständler Francesco wird am Hochzeitsmorgen von der SS verhaftet. Wahnsinnig vor Angst läuft Pina ihm hinterher und wird erschossen. Francesco gelingt zwar die Flucht vor der SS, nicht jedoch vor seinen Verrätern.

Prädikat: Besonders wertvoll, Goldene Palme in Cannes 1946, Oscar Nominierung

Rosselini setzte mit "Rom, offene Stadt" die Startmarke für den italienischen Neorealismus. Er wurde zum Bannerträger dieses neuen Filmstils, der dem italienischen Film gleich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer überraschenden Renaissance verhalf. Neben ihm drehten auch Visconti, De Sica, Zavattini und Blasetti neorealistische Filme.

Eines der wichtigsten Stilmittel dieser Filme war ihre Wirklichkeitsnähe. Deshalb - aber auch aus Kostengründen - wurde bevorzugt an den Orten des Geschehens, also auf der Straße, mit Laiendarstellern gedreht.

Worum ging es in den sogenannten neorealistischen Filmen? Im Mittelpunkt standen meist die kleinen Leute, die Arbeitslosen, Bauern, Handwerker und Arbeiter. Meist wurde soziales oder politisches Unrecht angeklagt oder der Widerstandsbewegung gegen den Faschismus gehuldigt.

Als Rosselini 1945 mit den Dreharbeiten zu "Rom, offene Stadt" begann, tobten dort noch die Partisanenkämpfe. Er drehte unter freiem Himmel oder auf der Straße und suchte sich auch seine Darsteller an den Orten des Geschehens. Rossellini ging es vor allem darum, die Nöte und Sorgen, die Angst und Pein der Bürger einer von den Deutschen besetzten Stadt zu zeigen.

Extras

  • Filmdokumentation Roberto Rossellini
  • Trailer, Wendecover

Technische Angaben

Bild: 4:3
Sprachen/Ton: Deutsch, Italienisch Mono Dolby Digital
Untertitel: Deutsch (ausblendbar)

Angaben zum Vertrieb

DVD im Handel seit 01.11.99
Bst.-Nr. 001870, EAN 4006680018706

Empfehlungen

DVD DigiBook 1er
I 1954
R: Federico Fellini

Das Meisterwerk mit den unvergessenen Glanzleistungen von Anthony Quinn und Guilietta Masina.

mehr >>>

DVD Digipak 2er
F / I 1963
R: Federico Fellini

Die Edition erscheint inklusive den beiden Dokumentationen „Die letzte Sequenz“ und „Fellini erzählt: Ein wieder entdecktes Selbstporträt“.

mehr >>>

DVD
F / I 1953
R: Jean Renoir

Als eine italienische Komödiantentruppe in Südamerika auftaucht, gerät der Alltag aus den Fugen.

mehr >>>

DVD DigiBook 1er
I 1962
R: Pier Paolo Pasolini

Bewegendes Sozialdrama über den erfolglosen Kampf gesellschaftlicher Randexistenzen um sozialen Aufstieg.

mehr >>>

DVD
I / F 1981
R: Marco Ferreri

Ein provokantes Drama nach Charles Bukowskis autobiografischem Roman.

mehr >>>

DVD
I 1976
R: Roberto Rossellini

Die Stationen des Lebensweges von Jesus, erzählt nach den vier Evangelien.

mehr >>>

DVD
I / F / D 1965
R: Federico Fellini

Mithilfe einer visionären Selbstanalyse befreit sich eine Frau vom gesellschaftlichen Druck.

mehr >>>

DVD
I 1953
R: Federico Fellini

Fünf junge Freunde verweigern sich dem bürgerlichen Leben – nach Fellinis Jugenderinnerungen.

mehr >>>

DVD
I / F 1955
R: Federico Fellini

Das poetische Drama der italienischen Regie-Ikone Fellini basiert auf einem authentischen Fall.

mehr >>>

DVD
I / F 1979
R: Federico Fellini

Macho Marcello gerät auf einen Feministinnentreff – surreale Persiflage auf Männerfantasien.

mehr >>>