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Laut aufdrehen und Radio Rock Revolution komplett auf YouTube schauen!

Die britische Musikkomödie von Tatsächlich… Liebe-Autor und -Regisseur Richard Curtis aus dem Jahr 2009 ist auch heute noch ein großer Spaß und ein Feelgood Movie mit einem verdammt guten Soundtrack. Auf dem YouTube-Channel von ARTHAUS können Sie ihn gerade in voller Länge sehen.

News/Neu erschienen 10. September 2022

Es gibt Menschen, die benutzen die Beschreibung Feelgood Movie mit einer eher negativen Note. Was uns immer wieder zu der Frage führt: Warum denn bloß? Man muss sich ja nicht immer in menschliche Schicksale, wilde Action oder das ganz große Drama stürzen. Richard Curtis ist für viele so etwas wie der Altmeister des Feelgood Movies. Er schrieb zum Beispiel die Drehbücher für Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill und die Bridget Jones-Filme. Das erste Mal Regie nach einem eigenen Drehbuch führte er dann bei Tatsächlich… Liebe. Und wir wissen ja alle, wie das ausgegangen ist. Die leichte, witzige, hochweihnachtliche Dramödie läuft alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit – und macht immer wieder Freude.

Bei seiner zweiten Regiearbeit widmete sich Richard Curtis dann einem Thema, das ihm persönlich am Herzen liegt: der Musik und Radiolandschaft der 60er-Jahre. Mit dem Erfolg von Tatsächlich… Liebe im Rücken, gönnte er sich dabei einen Cast und einen Soundtrack, die es alleine schon wert sind, diesen herzwärmenden Film zu schauen. Curtis sagte damals in einem Interview: "Ich hoffe, die Leute verlassen das Kino nach dem Film in einem glücklichen Zustand, nachdem sie fantastische Pop-Musik gehört haben und von den Szenen, die aufzeigen sollen, wie wichtig Freundschaft ist, beflügelt sind." Für Curtis war es auf jeden Fall klar, dass der Song mit "All Day And All Of The Night" von den Kinks beginnen sollte. Später hört man ikonische Stücke wie "Friday On My Mind" von den Easybeats, "The Letter" von The Box Tops und im Abspann das wundervolle "Let's Dance" von David Bowie. Auch der Cast ist eine wahre Freude: der große Philip Seymour Hoffman spielt den amerikanischen DJ "The Count", Tom Sturridge den jungen Carl, der im Film auf der Suche nach seinem Vater ist – was er erst nach und nach herausbekommt –, Bill Nighy ist wieder dabei als Chef des Piratensenders "Radio Rock" Quentin, Nick Frost spielt den fickrigen DJ Doctor Dave und Chris O'Dowd, den viele aus der Kultserie The IT Crowd kennen ist auch dabei.

In dieses Umfeld wird Carl geschickt, nachdem er wegen Drogenkonsums von der Schule geflogen ist. Klingt, äh, pädagogisch fragwürdig. Oder gibt es einen anderen Grund? © Arthaus / Studiocanal

In dieses Umfeld wird Carl geschickt, nachdem er wegen Drogenkonsums von der Schule geflogen ist. Klingt, äh, pädagogisch fragwürdig. Oder gibt es einen anderen Grund? © Arthaus / Studiocanal

Im Kern der Geschichte steht das Leben auf einem durch die Nordsee fahrenden Schiff, von dem aus "Radio Rock" gesendet wird – ein Sender, der rund um die Uhr Rock 'n' Roll und Pop spielt. Die historische Vorlage dafür ist der Piratensender "Radio Caroline", der zugleich der erste Privatradiosender Englands war und am 28. März 1964 auf Sendung ging. Da Privatsender damals noch nicht erlaubt waren und die BBC sich weigerte, den vermeintlich zu wilden und unmoralischen Rock 'n' Roll und Pop der Zeit zu spielen, kam man auf die Idee, vom Meer aus zu senden. Drei Meilen vor der Küste galt nämlich schon das Recht der Nation, unter deren Fahne das Schiff fuhr. Im Falle von "Radio Caroline" war das Panama. Die Briten hatten sich den Trick von der "Voice of America" abgeschaut. Im Film wird der gerade 18jährige Carl von seiner alleinerziehenden Mutter an seinen Patenonkel Quentin übergeben, der ihn mit auf das Schiff nimmt. Carl war wegen Drogenkonsums von der Schule geflogen und wundert sich schnell, warum er ausgerechnet in diesem hippiesken Haufen auf den richtigen Kurs im Leben kommen soll. Bis er herausbekommt, dass auf dem Schiff vermutlich auch sein Vater lebt.

Noch bis zum Ende des Monats können Sie sich auf unserem YouTube-Channel von ARTHAUS oder eben hier eine gute Zeit an Bord der Radio Rock Revolution machen. Hier gibt’s den Film nämlich in voller Länge:

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