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Drei neue Titel von Luc Besson im Februar

Luc Besson hat in den vergangenen 40 Jahren die Filmlandschaft mit zahlreichen Klassikern bereichert. Mit gleich drei Veröffentlichungen – Subway, Im Rausch der Tiefe und Johanna von Orléans – steht der Februar bei ARTHAUS ganz im Zeichen des französischen Kultregisseurs.

News/Neu erschienen 03. Februar 2021

Besson gilt als maßgeblicher Vertreter des Cinéma du Look – der französischen Filmbewegung der 1980er-Jahre, die ihren Fokus vor allem auf Erscheinung und Ästhetik setzte. Gleich zu Beginn seiner Karriere lieferte Besson mit Subway (1985) seinen Beitrag zu dieser neuen Strömung. Der Punk Fred wird von Hélèna zu einer opulenten Geburtstagsfeier eingeladen, sprengt den Safe ihres Ehemanns und stiehlt daraus brisante Dokumente. Er flieht und fordert für die Rückgabe Geld – oder eine Nacht mit Hélèna. Der Thriller mit Christopher Lambert und Isabelle Adjani in den Hauptrollen zeigt Paris aus einer Sicht, die vorher nur wenige Filmschaffende für ihre Werke gewählt haben. Anstatt die schöne Architektur zu inszenieren, macht Besson die titelgebende Pariser Métro zum Ort der Geschehnisse. Gepaart mit einem ikonischen Soundtrack ist Subway wohl bis heute einer der kultigsten Filme aus Bessons Repertoire.

Christopher Lambert und Jean Reno in der Pariser Métro. © STUDIOCANAL

Christopher Lambert und Jean Reno in der Pariser Métro. © STUDIOCANAL

Drei Jahre später verließ Besson die Pariser U-Bahn für die Weiten der Meere. Im Rausch der Tiefe (1988) handelt von der Rivalität der Jugendfreunde Jacques und Enzo, die sich zwanzig Jahre nach ihrem letzten Treffen nochmal bei einer Weltmeisterschaft mit ihren außergewöhnlichen Tauchkünsten messen wollen. Getragen wird der Film, neben der spannenden Handlung, einmal mehr durch Bessons Gespür für Bilder und einen eingehenden Soundtrack. Im Rausch der Tiefe ist in einer neuen Special Edition erhältlich, die neben der Kinofassung auch den Director's Cut enthält. Rund 18 Minuten länger ist Bessons Schnittfassung, in der die Charaktere durch völlig neue Sequenzen nochmal deutlich an Tiefe gewinnen.

Enzo (Jean Reno) und Jacques (Jean-Marc Barr) liefern sich einen letzten Wettkampf. © Gaumont Resources

Enzo (Jean Reno) und Jacques (Jean-Marc Barr) liefern sich einen letzten Wettkampf. © Gaumont Resources

Nach Nikita, Léon – der Profi und Das fünfte Element rundete Besson sein erfolgreiches Jahrzehnt mit einer Interpretation der Geschichte um Johanna von Orléans (1999) ab. Bessons bildgewaltiges Historienepos festigte seinen Ruf als einer der eindrucksvollsten Autorenfilmer Europas. Die junge Jeanne d'Arc, verkörpert von Milla Jovovich, folgt göttlichen Botschaften und versucht Frankreich von der englischen Herrschaft zu befreien. Mit der gesamten Schauspielerriege um Jovovich, John Malkovich, Faye Dunaway und Dustin Hoffmann verbrachte Besson fast neun Monate an den authentischen Drehorten, die zum Großteil den realen Handlungsorten der historischen Überlieferung entsprechen.

Milla Jovovich verkörpert die sagenumwobene französische Nationalheldin. © STUDIOCANAL

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