Frühstück bei Tiffany
Ein absoluter Klassiker, der sofort auf Betriebstemperatur kommt. Egal, wie lange der schon ungekühlt bei ihnen im Regal (beziehungsweise in der Erinnerung) steht, er verwandelt sich sofort in einen frischen Cocktail mit einem Teil Blake Edwards, einen Teil Henry Mancini, einem Teil Truman Capote und ganz viel Audrey Hepburn.
Klangor
Die polnische Mini-Serie zieht einen in den Bann der Geschichte um ein verschwundenes Mädchen, deren Freund tot aufgefunden wird. Ein Drogendeal zwischen einem Gefängniswärter und einem Häftling geht schief. Kurz darauf ist die Tochter des Knast-Psychologen wie vom Erdboden verschluckt. Hochspannung und kühlende Gänsehaut sind die Folge.
Der Mann, der vom Himmel fiel
David Bowie als Alien in Menschengestalt – man könnte sagen, dass er sich in diesem Kultklassiker von Nicolas Roeg selbst gespielt hat. Zumindest seine Bühnenpersona floss mit in die Rolle ein. Roegs Science Fiction-Szenario sorgt aber auch über Bowies hybride Performance hinaus für kalte Schauer.
Die Truman Show
Kalt, warm, wärmer, heiß. Man ist ja versucht, den guten Truman Burbank auf seiner Suche nach einem Ausgang aus der Welt Tipps zu geben. Einer Welt, die nur gebaut wurde, um eine Reality-TV-Show mit ihm als nichts ahnenden Protagonisten senden zu können. Herzerwärmende Charakterstudie und eiskalte Medienkritik in einem. Vor allem dank Jim Carrey und Regisseur Peter Weir.
Die Reise der Pinguine
In der Antarktis nimmt die Eismasse stetig ab, für die Kaiserpinguine bedeutet dies einen Verlust geeigneter Brutplätze. Die Erderwärmung sorgt für Probleme. Eine Doku samt spektakulären Naturaufnahmen, die wie ein kalter Wickel fürs Klima-Bewusstsein wirken und die uns in die Schattenseiten des modernen Lebens eintauchen lassen.
Sprich mit ihr
Das Schicksal verbindet zwei junge Männer, die sich nach ihrem ersten Treffen bei einer Pina Bausch-Aufführung zufällig im Krankenhaus wiedertreffen, wo der eine als Krankenpfleger arbeitet. Der andere ist Schriftsteller – typisch Almodóvar! Eine intensive Freundschaft entsteht, der spanische Kultregisseur huldigt der Leidenschaft, aber jeder seiner Filme ist auch eine frische Brise gegen alle möglichen Formen der Überhitzung.
Intimacy
Zu heiß für heiße Tage? Die authentisch gespielten Sex-Szenen lösten zu Beginn des Jahrtausends jedenfalls heftige Kontroversen aus aber Temperaturempfindungen können ja schließlich unterschiedlich ausfallen. Andere sehen in dem Skandalfilm von Patrice Chéreaux eher einen Seelenstriptease – perfekt für diesen Mördersommer.
The Wrestler
Mickey Rourke macht sich nackig und wirft noch mal alles in den Ring, was er hat. Während wir auf das Comeback von Temperaturen unter 30 Grad warten, hat der von ihm gespielte Randy "The Ram" Robinson den Sprung zurück ins Haifischbecken des professionellen Wrestling längst gewagt. Stichwort zweiter Frühling. Den würden in diesem Jahr wohl die meisten gegen eine weitere hochsommerliche Hitzewelle eintauschen! Danke, Darren Aronofsky!
Und außerdem die geballte Ladung Godard. Eis noch jemand?
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WF