Quentin Tarantino

Biographie
Filmografie

Selfmademan

Eine Filmhochschule hat er nie besucht, sein Campus war die Videothek, seine Lehrmittel die unzähligen Filme, die ihm dort zur Verfügung standen. Der 1963 in Knoxville, Tennessee geborene Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Quentin Tarantino wählte einen eher unüblichen Weg ins Filmgeschäft. Mit seinem furiosen Debütfilm Reservoir Dogs machte das 'wandelnde Filmlexikon‘ 1992 erstmals auf sich aufmerksam und was folgte, gleicht einem wilden Ritt durch alles, was das Kino seit 100 Jahren zu bieten hat.

Der Hype um den Mann aus Tennessee begann bereits mit seiner ersten Regiearbeit: Reservoir Dogs - Wilde Hunde (1992) feierte seine Premiere auf dem Sundance Filmfestival und sollte das Fundament des Erfolgs von Quentin Tarantino legen. Sein zweiter Film Pulp Fiction (1994), der mittlerweile als einer der größten Kultfilme der 90er Jahre gilt, war erstmals bei den Filmfestspielen in Cannes zu sehen, wo er mit der begehrten Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Auch bei der Oscar®-Verleihung 1995 wurde der Film mit Nominierungen überhäuft. Gewinnen konnte er schließlich den Preis für das, von Tarantino verfasste, Beste Drehbuch. Ein Jahr später übernahm Tarantino die Rolle des cholerischen Richard Gecko in dem Vampirfilm From Dusk Till Dawn (1996), bei dem er am Drehbuch mitgeschrieben hatte. Regie führte sein Freund und Kollege Robert Rodriguez, mit dem Tarantino bereits im Jahr zuvor den skurril-abgedrehten Episoden Film Four Rooms (1995) realisiert hatte und in den folgenden Jahren weitere Projekte wie Sin City (2005) und Machete (2010) verwirklichte. Mit Jackie Brown (1997) schuf Tarantino eine Hommage an den Blaxploitation-Film der 70er Jahre, die ihm 1998 den Goldenen Bären der Berlinale einbrachte. Mit Kill Bill – Volume I (2003) und Kill Bill Volume II (2004) setzt der Regisseur hingegen den bildgewaltigen Welten des Martial-Arts und des Italowestern ein furioses Denkmal. Erstmals selbst zur Kamera griff das filmische Multitalent in dem rasanten Action-Triller Death Proof – Todsicher (2007), der dem B-Movie- und Exploitationfilm-Genre der 70er Jahre huldigt und bei dem Tarantino neben Kamera und Regie auch für das Drehbuch und als Produzent verantwortlich zeichnete. In fast allen seinen Filmen tritt Tarantino zudem als Darsteller auf die eine oder andere Weise in Erscheinung. Zuletzt übernahm er die Rolle des Erzählers in dem Western The Hateful Eight (2015) für den die italienische Komponisten-Legende Ennio Morricone mit dem Oscar® für die Beste Filmmusik geehrt wurde.
Seine zweite eigene Oscar®-Auszeichnung brachte Tarantino 2013 das Drehbuch zu Django Unchained (2012) ein. Christoph Waltz, der bereits für seine Rolle des sadistischen Hans Landa in dem Tarantino-Film Inglourious Basterds (2009) mit dem Oscar® als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, konnte nun auch 4 Jahre später in der Rolle des kauzigen Dr. King Schultz das Rennen um den Oscar® für den Besten Nebendarsteller für sich entscheiden.

Die Arbeit von Quentin Tarantino zeichnet sich durch die wiederkehrende Zusammenarbeit mit einer Handvoll Schauspielern aus, allen voran seine, von ihm zu einer solchen erhobenen, Muse Uma Thurman. Aber auch Schauspielgrößen wie Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen und Samuel L. Jackson erscheinen regelmäßig in seinen Filmen. Filmgeschichtliche Referenzen, stylische Retroelemente und eine ausgeprägte Leidenschaft zu musikalischen Bezügen prägen den ganz eigenen Look seine Filme, von denen die meisten bereits jetzt Kultstatus genießen.

The Hateful 8 (2015)
Django Unchained (2012)
Kill Bill: The Whole Bloody Affair (2011)
Inglourious Basterds (2009)
Death Proof – Todsicher (2007)
Sin City (Gastregisseur) (2005)
Kill Bill: Vol. 2 (2004)
Kill Bill: Vol. 1 (2003)
Jackie Brown (1997)
Pulp Fiction (1994)
Reservoir Dogs - Wilde Hunde (1992)
My Best Friend's Birthday (1987)

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