Luis Buñuel ist unbestritten der wichtigste und einflussreichste spanischsprachige Regisseur des Kinos. Er war das „Auge des Jahrhunderts“ und seine Filme verwirren, begeistern und überraschen noch heute. Sie reichen von präzisen Studien über die blasierte Bourgeoisie und falsche Propheten bis hin zu überbordenden surrealistischen Tagträumen. Seine Werke erhielten zahlreiche Preise unter anderem einen Oscar®, fünf Oscar®-Nominierungen, zwei Goldene-Globe-Nominierungen, vier Cannes-Auszeichnungen, vier Preise auf dem Filmfestival in Venedig und einen auf der Berlinale.
DVD
F / ESP / u.a. 1972
R: Luis Buñuel
Buñuels meisterliche Satire über ein genusssüchtiges Großbürgertum.
DVD
F / I 1974
R: Luis Buñuel
Buñuel nimmt in diesem Meisterwerk die surreale Fabulierfreude seines Frühwerks wieder auf.
DVD
F / I 1969
R: Luis Buñuel
Buñuel rechnet in dieser Komödie mit jeder Art von religiösem Fanatismus ab.
DVD Schuber 10er
USA / F / I / ESP / Mexico 1947-1977
R: Luis Buñuel
Die Luis Buñuel Edition vereint die wichtigen Werke des spanischen Regisseurs.
Blu-ray DigiBook 1er
F / I 1967
R: Luis Buñuel
Séverine ist unzufrieden mit ihrem bürgerlichen Eheleben und beschließt als Prostituierte zu arbeiten. Anfangs sträubt ...
DVD Digipak 2er
F / I / ESP 1972
R: Luis Buñuel
Die Oscar®-prämierte Satire über ein genusssüchtiges Großbürgertum erscheint erstmals in Deutschland auf DVD!
Biografie
Der Meister des surrealistischen Films wurde am 22. Februar 1900 in Calanda, Spanien geboren. Luis Buñuel wuchs überwiegend in Saragossa auf und besuchte dort die Jesuitenschule. Es folgte ein Studium der Naturwissenschaften und Philosophie an der Universität in Madrid, wo er auch den Maler Salvador Dali kennen lernte. 1925 ging Buñuel nach Paris und begann dort als Regieassistent für Jean Epstein zu arbeiten. Inspiriert vom neu aufkommenden Surrealismus drehte er 1929 in Kooperation mit Dali seinen ersten Film „Ein andalusischer Hund“. Der Film schockierte vor allem durch die berühmte Eröffnungsszene, in der ein Mann mit einem Rasiermesser einen Schnitt durch ein Auge vollzieht. Dank des Erfolgs des Films wurde Buñuel in die Riege der französischen Surrealisten um André Breton aufgenommen. Kurz darauf entstand - wieder mit Dali - „Das goldene Zeitalter“ (1930). Der Film, der Bürgertum, Staat und Kirche kritisiert, wurde kurz nach der Uraufführung verboten. Nach einer kurzen Phase in Spanien ging Buñuel mit der Machtübernahme Francos 1939 nach New York und schließlich nach Mexiko, wo er von 1949 an lebte. In den 1960er-Jahren arbeitete der Regisseur verstärkt in Frankreich und drehte „Belle de Jour“ (1969) mit Catherine Deneuve, „Die Milchstraße“ (1969) und „Tristana“ (1970). In seinen späteren Filmen der 1970er-Jahre tauchten die surrealistischen Elemente wieder verstärkt auf, wie beispielsweise in „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (1972). Auch an der Kritik am Bürgertum hielt Buñuel bis zu seinem letzten Film „Dieses obskure Objekt der Begierde“ (1977) fest. Das „Auge des Jahrhunderts“, wie Buñuel häufig bezeichnet wurde, beeinflusste viele zeitgenössische Regisseure maßgeblich und wurde mit einem Oscar®, zwei Golden Globes und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet. Buñuel starb am 29. Juli 1983 in Mexiko-Stadt.
Filmografie
Dieses obskure Objekt der Begierde (1977)
Das Gespenst der Freiheit (1974)
Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972)
Tristana (1970)
Die Milchstraße (1969)
Belle de Jour (1967)
Tagebuch einer Kammerzofe (1964)
Viridiana (1961)
Das junge Mädchen (1960)
Das Fieber steigt in El Pao (1959)
Nazarin (1959)
Er (1953)
Die Vergessenen (1950)
Gran Casino (1946)
Das goldene Zeitalter (1930)
Ein andalusischer Hund (1929)






