Jean-Luc Godard

Jean-Luc Godard ist unbestritten der einflussreichste und vielfältigste Filmemacher des französischen Kinos. Um einen Film zu drehen, genügten ihm: „eine Waffe und ein Mädchen.“ Was er mit seinem immer noch zeitlos frischen Debüt „Außer Atem“ 1959 direkt unter Beweis stellte. Godard wurde zu einem der Väter der Nouvelle Vague und im Gegensatz zu vielen Kollegen blieb er ihrem Ansatz – das Kino zu revolutionieren und neue Formen zu erfinden – zeitlebens treu. Mit den stürmischen Ereignissen 1968 wendete sich Godard vom Erzählkino ab und brachte die Politik in den Kinosaal. Als die Finanzierung von Filmprojekten immer komplizierter wurde, benutzte er auf geniale Weise die preiswerte Videotechnik. Und als ihm 2010 der Oscar® für sein Lebenswerk verliehen wurde, lehnte er ab und fragte süffisant: „Kennen die meine Filme überhaupt?“

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Biografie

Am 3. Dezember 1930 wird Jean-Luc Godard als Sohn eines Arztes und einer Bankierstochter in Paris geboren, wächst in der Schweiz auf, geht in Nyon am Genfer See zur Schule und besucht später das Lycée Buffon in Paris. Ende der vierziger Jahre beginnt er an der Sorbonne ein Ethnologie-Studium und ist ein häufiger Besucher der Cinémathèque Française und der Filmklubs im Quartier Latin, wo er sich mit jungen Cineasten wie François Truffaut befreundet. Im Mai 1950 gründet er zusammen mit Éric Rohmer und Jacques Rivette die Zeitschrift „Gazette du Cinéma“, in deren fünf Ausgaben seine ersten Texte über das Kino erscheinen, teilweise unter dem Pseudonym Hans Lucas (deutsches Pendant zu Jean-Luc). Ab 1952 erscheinen von ihm auch in den ein Jahr zuvor gegründeten Filmzeitschrift „Cahiers du Cinéma“ und „Amis du Cinéma“ Artikel. Gemeinsam mit seinen jungen Kollegen greift Godard das traditionelle Filmschaffen an und verlangt nach neuen filmischen Erzählformen.

Als seine Mutter 1954 bei einem Autounfall ums Leben kommt, kehrt Godard in die Schweiz zurück, wo er sich bei der Errichtung des Staudamms der Grande-Dixence als Bauarbeiter anstellen lässt. Mit seinem Verdienst kauft er eine 35mm Kamera und dreht noch im selben Jahr seinen ersten Film „Opération Béton“. Die Dokumentation wird von den Kritikern im Gegensatz zu seinen journalistischen Arbeiten als uninspiriert und oberflächlich bezeichnet.

In den folgenden Jahren realisiert Godard weitere Kurzfilme, so z.B. „Tous les garçons s’appellent Patrick“ und „Charlotte et son Jules“. Gleichzeitig arbeitet er als Cutter für Dokumentarfilme wie etwa „Eine Geschichte des Wassers“ (Une histoire d’eau), bei dem Godard Filmmaterial von Truffaut über eine Pariser Flut zu einem Film kompilierte und dabei die Montage-Ästhetik klassischer Spielfilme nutzte. Mit seinem ersten Spielfilm „Außer Atem“ gelingt Godard 1959 bereits der große Durchbruch bei Kritik und Publikum. Nur in Deutschland ist die vor allem klerikale Filmkritik wenig begeistert. Der katholische „film-dienst“ bewertet Godards Erstling mit „abzulehnen“ (also noch eine Kategorie schlechter als „abzuraten“) mit der Begründung, der Film sei ein zynisches, schlecht umgesetztes Machwerk.

Ein Jahr später folgt Godards Film „Der kleine Soldat“ (Le petit soldat), in dem er seine zukünftige Frau Anna Karina inszeniert und sich thematisch mit dem französischen Kolonialismus in Algerien auseinandersetzt, weshalb der Film bis 1963 nicht ausgestrahlt werden darf. Auch in zahlreichen seiner späteren Filme besetzt er Anna Karina, so in „Die Geschichte der Nana S.“ (Vivre sa vie, 1962), „Eine Frau ist eine Frau“ (Une femme est une femme, 1963), „Die Außenseiterbande“ (Bande à part, 1964) und in „Elf Uhr nachts“ (Pierrot le fou, 1965).

Sind Godards Filme bis dato zwar unkonventionell erzählt und verlangen ganz im Sinne der Verfremdung nach Brecht die aktive Teilhabe des Zuschauers am Geschehen, so haben die Geschichten dennoch eine innere narrative Logik. Das ändert sich Mitte der 1960er Jahre mit Godards essayistsicher Phase, in der vor allem sein Film „Masculin – féminin“ (1965) durch die Vermischung verschiedener filmischer Mittel besticht (Interviews, Comics, Texttafeln, fiktive Szenen). Ende der sechziger Jahre wendet sich Godard von der Fiktion ab. In Zusammenarbeit mit Chris Marker und Alain Resnais realisiert er die kleinen politischen Kurzfilme Ciné-tracts (Flugblattfilme) und gründet die Gruppe „Dsiga Wertow“ (programmatisch benannt nach dem sowjetischen Dokumentarfilmer) mit dem Ziel, „auf politische Art politische Filme“ zu machen. Godard: „Ich möchte die Idee von der Kultur zerstören. Kultur ist ein Alibi des Imperialismus. Es gibt Kriegsministerien, und es gibt Kulturministerien. Aus diesem Grund ist Kultur Krieg!“

Erst Ende der siebziger Jahre und nach mehrjährigem Experimentieren mit dem Medium Video kehrt Godard mit „Rette wer kann (... das Leben)“ (Sauve qui peut [la vie]) in die Welt des Kinos zurück. Seine moderne Bibelverfilmung „Maria und Joseph“ (Je vous salue, Marie) verstimmt 1985 vor allem Kirchenkreise. Mit „King Lear“ inszeniert Godard 1987 erstmals einen englischsprachigen Film, und 1991 liefert er mit der Studie „Deutschland Neu[n] Null“ (Allemagne 90 neuf zéro) seinen ganz persönlichen Kommentar zur deutschen Einheit ab.

Filmografie

Film socialisme (2010)
Notre musique (2004)
Geschichte(n) des Kinos (1998)
Deutschland Neu(n) Null (1991)
Nouvelle Vague (1990)
Detective (1985)
Rette sich, wer kann (… das Leben) (1980)
Alles in Butter (1972)
Wladimir und Rosa (1971)
Die Chinesin (1967)
Elf Uhr nachts (1965)
Alphaville (1965)
Die Verachtung (1963)
Die Geschichte der Nana S. (1962)
Außer Atem (1959)