Die Playlist danach: Roads

Man kennt das: Der Film ist vorbei, die Stimmung bleibt. Genau für diese Momente hat unsere Redaktion die passenden Songs zusammengestellt. Heute klauen wir das Wohnmobil unserer Eltern und brennen durch - mit Sebastian Schippers Roads im Sinn und dieser Playlist im Ohr.

Listen, Listen, Listen 05. Juni 2019

Musik und Bewegung waren schon immer feste Bestandteile eines Films von Sebastian Schipper. Man denke nur an Absolute Giganten und Frank Gierings magische Worte: "Weisst du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein." Später im Film, wenn die Clique um den Melancholiker Floyd durch die Badlands um Hamburg fährt, läuft das Instrumentalstück "Reprise" der Band Sophia und greift perfekt die stete Geschwindigkeit, die Melancholie des Morgengrauens und den Fahrtwind im Haar der Protagonisten auf.

Schon damals arbeitete Schipper mit den Indie-Pionieren von The Notwist zusammen, die einen Großteil des Sountracks stellen. Sie fanden auch den richtigen Ton für Schippers neuen Kinofilm Roads. Ein Roadmovie (natürlich) über Freundschaft, Verlorenheit, Sinnsuche und die Wege eines Flüchtenden. Der 18-jährige Gyllen klaut in Marokko das Wohnmobil seiner Eltern und trifft auf den 17-jährigen William aus dem Kongo. Die beiden reisen gemeinsam weiter, von Marokko, über Spanien bis in den berüchtigten und inzwischen zerschlagenen "Dschungel" in Calais. Was Schippers Film auszeichnet ist der emphatische Blick auf die Probleme der Menschen, der jedoch niemals pathetisch oder mitleidig wird, weil die Freundschaft der beiden der Motor dieses Roadmovies bleibt.

Da der offizielle Filmscore noch nicht erschienen ist, haben wir als Übergang und zur Inspiration, eine Playlist für die Heimfahrt nach dem Kinobesuch zusammengestellt. Oder aber für den Roadtrip mit dem von den Eltern geklauten Wohnmobil.

DK

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