Der Elefantenmensch

Originaltitel
The Elephant Man
Produktionsland
USA / Großbritannien
Produktionsjahr
1980
Genre
Drama
Lauflaenge ca. 119 min.
FSK 12

Darsteller
John Hurt
Anthony Hopkins
Anne Bancroft

Stab
Regie: David Lynch

Seit seiner Kindheit ist John Merrick furchtbar entstellt. Als „Elefantenmensch“ wird er auf Jahrmärkten vorgeführt und von seinem sadistischen „Besitzer“ gequält. Bis ihn schließlich der Arzt Frederick Treves entdeckt und ihm Hilfe anbietet. John Merrick soll endlich wie ein Mensch leben.

David Lynchs eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit und Würde, nominiert für 8 Oscars® und 5 Golden Globes. Der Film, mit dem David Lynch berühmt wurde und der neben „A Straight Story“ zu seinen zugänglichsten Werken zählt. Mit den überragenden Hauptdarstellern John Hurt und Anthony Hopkins.

Extras

  • Joseph Merrick: Der reale Elefantenmensch
  • Filmografien
  • Fotogalerie
  • Trailer
  • Wendecover

Technische Angaben

Bild: 2,35:1 (anamorph)
Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch (Stereo DD)
Untertitel: Deutsch

Rezensionen

www.kino-zeit.de | | www.kino-zeit.de
Der Elefantenmensch
von Marie Anderson

Auf dem tatsächlichen Schicksal des Briten Joseph Merrick (1862-1890) beruht dieses triste Drama von David Lynch aus dem Jahre 1980 in düsteren Schwarzweißbildern. Dieser unglückselige Mensch, dessen Körper und vor allem Kopf in Schrecken erregender Weise entstellt sind, fristet ein verachtetes, unwürdiges Dasein als stilisiertes Monster eines Jahrmarkts, dem auf Grund seiner extrem abweichenden Erscheinung jegliche menschlichen Ausprägungen abgesprochen werden und das einem bösartigen Tier gleich abgeschottet und erbärmlich untergebracht wird.

Er gilt als gruselige Sensation, deren Sichtung sich die Schaulustigen gern etwas kosten lassen: Der so genannte Elefantenmensch (John Hurt), den der unbarmherzige und brutale Schaubudenbesitzer Bytes (Freddie Jones) wie einen Gefangenen hält und gegen klingende Münze ausstellt. Der Kopf dieser gepeinigten Kreatur ist von absonderlicher Form und ebensolchem Umfang, während sein Körper von unzähligen Tumoren bedeckt ist, seine deformierten Gliedmaßen ihm die Bewegungsfreiheit enorm einschränken und seine Atemwege durch diese ungünstigen Anordnungen extrem belastet sind.

In diesem jämmerlichen Zustand begegnet ihm der Arzt Dr. Frederick Treves (Anthony Hopkins), der sich zunächst aus wissenschaftlichen Gründen für den jungen Mann interessiert, dessen Identität sich als John Merrick herausstellt. Treves bringt ihn in dem Hospital unter, in dem er arbeitet, wo sich der gequälte Mann zunächst einmal ausruhen kann, von dem angenommen wird, dass er auch auf geistiger Ebene stark behindert ist. Doch es ist nicht leicht, diesen scheinbar geschützten Ort für Merrick zu erhalten, zumal der Direktor des Krankenhauses darauf drängt, ihn anderswo unterzubringen ...

Beginnt Der Elefantenmensch auch wie ein Horrorfilm des Viktorianischen Zeitalters, der es vermag, eine wachsende diffuse Spannung um die zunächst stumme Figur des John Merrick aufzubauen, wandelt sich diese Stimmung zu einem traurigen Drama, als deutlich wird, dass sich hinter der Monster-Fassade ein empfindsamer, gebildeter Mensch verbirgt, der sich nichts dringlicher wünscht, als das Gefühl, geliebt zu werden. Mit Merricks Akzeptanz innerhalb der gehobenen Gesellschaft Londons wird dieser zu einem humanistischen Symbol, dessen dargestellter Sogkraft durchaus eine gute Portion Idealismus anhaftet.

Seinerzeit für acht Oscars, drei Golden Globes und und sieben BAFTA Awards nominiert, von denen er drei gewann, wurde Der Elefantenmensch unter anderem mit einem César als Bester ausländischer Film prämiert. Auch wenn die krasse Schwarzweißzeichnung der Figuren mitunter ein wenig indifferent wirkt, zeichnet sich der Film durch seine spannende Dramaturgie, seine ganz hervorragenden Darsteller und vor allem durch seine bewegend inszenierte Geschichte eines Menschen aus, dessen unsägliche Einsamkeit und Pein den Zuschauer nachhaltig berühren und daran erinnern, dass auch die erbärmlichste Kreatur fähig ist, Glück zu empfinden.

Angaben zum Vertrieb

DVD im Handel und als VoD seit 18.02.10
Bst.-Nr. 502520, EAN 4006680048864

Diesen Titel gibt es in weiteren Varianten:

Blu-ray
USA / GB 1980
R: David Lynch

David Lynchs eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit auf Blu-ray.

mehr >>>

Empfehlungen

Blu-ray Digipak 1er
GB / F / D 2011
R: Tomas Alfredson

Der pensionierte Top-Spion George Smiley wird 1973 überraschend wieder aktiviert. An der Spitze des britischen ...

mehr >>>

Blu-ray
USA 1967
R: Mike Nichols

Als der Student Ben eines Abends Mrs. Robinson, eine Freundin seiner Eltern, nach Hause begleitet, ahnt er nicht, dass ...

mehr >>>

DVD
USA 1967
R: Mike Nichols

Ben kommt frisch vom College. Ihm zu Ehren geben seine Eltern eine große Party. Zu später Stunde bittet die attraktive ...

mehr >>>

DVD Schuber 3er
GB 1984-2002
R: Stephen Frears

Drei Filme von Stephen Frears, Großbritanniens eigenwilligstem Filmschaffenden und führendem Regisseur des „New British Cinema“

mehr >>>

Blu-ray Doppel
GB / F / D 2005-11
R: Fernando Meirelles, Tomas Alfredson

Zwei meisterhafte Thriller nach Bestsellern von John le Carré in einer Edition.

mehr >>>

Blu-ray Steelbox 1er
GB / F / D 2011
R: Tomas Alfredson

Herausragend besetzte und intelligente Verfilmung des Weltbestsellers von John le Carré.

mehr >>>

Blu-ray Digipak 1er
GB / F / D 2011
R: Tomas Alfredson

Herausragend besetzte und intelligente Verfilmung des Weltbestsellers von John le Carré.

mehr >>>

Blu-ray
GB 2010
R: Roland Joffe

Topbesetzte Neuverfilmung des Krimiklassikers von Graham Greene.

mehr >>>

DVD DigiBook 1er
USA 2006
R: Emilio Estevez

Aufwühlendes und authentisches Politdrama mit einer großartigen Starriege.

mehr >>>

DVD
USA 1992
R: Sir Richard Attenborough

Großartige Verfilmung der Lebensgeschichte von Filmlegende Charlie Chaplin.

mehr >>>