Rainer Werner Fassbinder, der produktivste und vielseitigste Vertreter des Neuen Deutschen Films, war in erster Linie ein Rebell, beruflich wie privat. Von manchen Kritikern wurde er als chauvinistisch, antikommunistisch und antisemitisch gebrandmarkt. Zwischen 1966 und 1982 beendete er nicht weniger als 44 Inszenierungen, von denen die Mehrzahl die Entwicklung des deutschen wie auch des internationalen Films beeinflusst hat. Fassbinder galt als Enfant terrible des Neuen Deutschen Films und war doch dessen entschiedenster Erzähler. Emotion und Kalkül, Wahrnehmungssensibilität und handwerkliche Perfektion – in diesem Spannungsfeld ist sein künstlerisches Werks verortet.
DVD Digipak 2er
D 1973
R: Rainer Werner Fassbinder
Fassbinders geniale Zukunftsvision mit restauriertem Bild und Ton.
DVD Digipak 1er
D 1978
R: Alexander Kluge, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Alf Brustellin, Bernhard Sinkel, Katja Rupé, Hans-Peter Cloos, Edgar Reitz, Maximiliane Mainka, Peter Schubert
Das einmalige Zeitdokument über die angespannte Situation in Deutschland im Herbst 1977.
DVD Digipak 1er
D 1981
R: Rainer Werner Fassbinder
Fassbinders unterkühltes Melodrama über eine ehrgeizige Trümmerfrau.
DVD Digipak 1er
D 1969
R: Rainer Werner Fassbinder
Prägnante Sozialstudie von Fassbinder. Fünffach beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
DVD Digipak 1er
D 1980
R: Rainer Werner Fassbinder
Der faszinierende Liebesfilm mit Hanna Schygulla lässt die 30er und 40er Jahre wieder lebendig werden.
DVD
D 1981
R: Rainer Werner Fassbinder
Beißende Satire auf die goldenen Wirtschaftswunderjahre von Rainer Werner Fassbinder.
DVD
D 1977
R: Rainer Werner Fassbinder
Schräge Satire, die anhand eines heruntergekommenden Künstlers den Kulturbetrieb karikiert.
DVD
D 1969
R: Rainer Werner Fassbinder
Eine sehr persönliche Interpretation des französischen und amerikanischen Gangsterfilms von Rainer Werner Fassbinder.
DVD Schuber 10er
D 1969-1980
R: Rainer Werner Fassbinder
Neun Klassiker des Neuen Deutschen Films ergänzt durch Juliane Lorenz' Filmporträt des Regisseurs.
DVD
D 1969
R: Rainer Werner Fassbinder
Ein intensives Sozialdrama über Fremdenhass und Gruppendynamik.
DVD
D 1969
R: Rainer Werner Fassbinder
Eine Hommage an den amerikanischen und französischen Gangsterfilm.
DVD
D 1971
R: Rainer Werner Fassbinder
Das Leben des Polizisten und Fremdenlegionärs Hans Epp gerät aus der Bahn.
DVD
D 1972
R: Rainer Werner Fassbinder
Macht, Besitz und Eifersucht in der Liebe, von Fassbinder geschickt inszeniert.
DVD
D 1974
R: Rainer Werner Fassbinder
Preisgekröntes Drama um die Liebe zwischen einem Gastarbeiter und einer 20 Jahre älteren Frau.
DVD
D 1970
R: Rainer Werner Fassbinder
Hommage des Autorenfilmers an die amerikanischen Gangsterfilme der 30er Jahre.
DVD
D 1970
R: Rainer Werner Fassbinder
In der ersten Zusammenarbeit mit Kameramann Michael Ballhaus interpretiert Fassbinder das Westerngenre neu.
DVD
D 1970
R: Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler
Einem Hirten offenbart sich die Mutter Gottes. Seine Tötung löst eine Massenbewegung aus.
DVD
D / F 1976
R: Rainer Werner Fassbinder
Ein gekränktes Kind zwingt die ehebrüchigen Eltern zum Gesellschaftsspiel um die Wahrheit.
DVD
D 1975
R: Rainer Werner Fassbinder
Porträt einer ihren Ängsten ausgelieferten, jungen Frau nach der Erzählung von Asta Scheib.
DVD
D 1970
R: Rainer Werner Fassbinder
Eine der wenigen Komödien Fassbinders um zwei Freunde, die in Peru einen Schatz bergen wollen.
DVD Schuber 3er
D 1979-1982
R: Rainer Werner Fassbinder
Die Filmreihe präsentiert Fassbinders Deutschlandbild anhand dreier Frauenschicksale.
DVD
D 1970 / 71
R: Rainer Werner Fassbinder
Ein Filmteam wartet auf die Ankunft des Regisseurs. Langeweile, Kämpfe und Intrigen entwickeln sich.
DVD
D 1974 / 75
R: Rainer Werner Fassbinder
Der arbeitslose Franz Biberkopf gewinnt im Lotto, doch sein Freund nutzt ihn nur aus.
DVD
D 1975
R: Rainer Werner Fassbinder
Emma Küsters Mann tötet seinen Arbeitgeber und sich selbst. Hilfe versprechen verschiedene Kreise.
DVD
D 1972-74
R: Rainer Werner Fassbinder
Verfilmung von Fontanes Roman um das Scheitern einer Frau an gesellschaftlichen Zwängen.
DVD
D 1979
R: Rainer Werner Fassbinder
Bewegendes Drama um eine unerfüllte Liebe vor dem geschichtlichen Hintergrund der Nachkriegszeit.
DVD
D 1978
R: Rainer Werner Fassbinder
Die Transsexuelle Elvira blickt auf ihr unbefriedigendes Leben zurück und zerbricht daran.
DVD
D 1978
R: Alf Brustellin, Bernhard Sinkel, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Beate Mainka-Jellinghaus, Peter Schubert, Hans Peter Cloos, Katja Rupé, Volker Schlöndorff
Elf bedeutende Regisseure und ihre Sicht auf die RAF-Aktionen der 70er Jahre.
DVD
D 1979
R: Rainer Werner Fassbinder
In dieser bitterbösen Komödie entlarvt Fassbinder die dritte Generation der RAF.
DVD
D 1969
R: Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler
Herr R. erträgt die Banalität des Alltäglichen nicht und zieht seine Konsequenzen daraus.
DVD
D 1973
R: Rainer Werner Fassbinder
Martha glaubt in Helmut ihre große Liebe gefunden zu haben, doch die Ehe wird bald zur Qual.
DVD
D 1982
R: Rainer Werner Fassbinder
Die frühere UFA-Diva Veronika flüchtet sich in Drogen, um Frustration und Einsamkeit zu verdrängen.
Biografie
1945 in Bad Wörishofen geboren, wuchs Rainer Werner Fassbinder nach der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter auf. Die Schule verließ er noch vor dem Abitur. Er nahm in München Schauspielunterricht und bewarb sich 1966 vergeblich an der neu gegründeten Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Mit den Kurzfilmen „Der Stadtstreicher“ (1965) und „Das kleine Chaos“ debütierte er 1966 als Regisseur, Autor und Darsteller und arbeitete ab 1967 beim „Action-Theater“, einer freien Schauspielgruppe in München.
Nach seinem Spielfilmdebüt „Liebe ist kälter als der Tod“ gelang Fassbinder 1969 mit „Katzelmacher“ der künstlerische Durchbruch. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde vom Feuilleton als „Wunderkind des deutschen Films“ gefeiert. Auch seine erstaunliche Produktivität erregte das Aufsehen von Kritik und Kollegen. Allein in den Jahren 1969/70 drehte Fassbinder neben seiner Theater- und Rundfunkarbeit zehn Kino- und einen TV-Film.
Die Literaturverfilmung „Fontane – Effi Briest“ (1974) wurde einer seiner größten Publikumserfolge. Im Oktober 1977 beteiligte sich Fassbinder an dem Gemeinschaftsprojekt „Deutschland im Herbst“. Mit „Die Ehe der Maria Braun“ eröffnete Fassbinder 1979 eine Trilogie, in der Frauenschicksale im Zentrum der Erzählungen standen: „Maria Braun“, die sich im Nachkriegsdeutschland emanzipiert; „Lola“ (1981), eine Kleinstadt-Prostituierte in den fünfziger Jahren und „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ (1982), das Schicksal einer morphiumsüchtigen ehemaligen Schauspielerin.
Nachdem Fassbinder bereits mehrfach für das Fernsehen gearbeitet hatte, verfilmte er 1979/80 Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ in 13 Folgen. Mit „Querelle“ inszenierte er 1982 sein letztes Melodram, diesmal im homosexuellen Milieu nach einem Roman von Jean Genet. Im selben Jahr starb Fassbinder erst 37-jährig an Herzversagen in Folge von Drogenmissbrauch.
Filmografie
Filmografie (Auswahl)
Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982)
Lili Marleen (1981)
Berlin Alexanderplatz (1979/80)
Die dritte Generation (1980)
Die Ehe der Maria Braun (1979)
Fontane – Effi Briest (1974)
Angst essen Seele auf (1974)
Warum läuft Herr R. Amok? (1970)
Götter der Pest (1970)
Liebe ist kälter als der Tod (1969)

