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Cat Person im Heimkino: Interviews, Hintergründe, Playlist

Ab sofort kann man die Verfilmung der weltberühmten Kurzgeschichte von Kristen Roupenian auch im Heimkino schauen. Hier gibt’s die Background-Story der Story, ein Interview mit Regisseurin Susanna Fogel – und die passende Playlist.

09. Februar 2024

Die Regisseurin Susanna Fogel war eine verdammt gute Wahl für die Verfilmung der Shortstory von Kristen Roupenian, die vor allem im Zuge der #MeToo-Bewegung heiß disktutiert wurde. Die amerikanische Regisseurin (The Spy Who Dumped Me, The Flight Attendant) erzählt Cat Person – der ab sofort als VoD zu schauen ist – als angriffslustigen, feministischen Dating-Horrorfilm, der außergewöhnliche Wege geht. Uns erzählte sie: "Mir war klar, dass ich einen Film wollte, den nicht alle gut finden werden. Einen, zu dem man verschiedene Meinungen haben kann und der gegensätzliche Emotionen auslöst. Aber wir sollten nicht immer triggern sagen. Das ist glaube ich das falsche Wort. Ich wollte provozieren – auf eine Weise, die man nicht sofort greifen kann und die eine eigene Dynamik entwickelt. Die Menschen wollen über die Nuancen von Sex und Dating reden. Das ist ein Fakt. Sie wollen nicht nur über böse Männer oder böse Frauen reden. Sie wollen auch die Zwischentöne diskutieren, weil sie der Erfahrungen vieler prägen. Wir brauchen mehr Geschichten, die nicht nur von weiblichen Opfern reden und sagen, dass alle Männer schlecht sind. Wir brauchen Geschichten über die wirklich komplizierten Grautöne, die ja nun mal existieren. Es wäre schön, wenn Konsens immer auf ein 'Ja' oder 'Nein' beruht, aber im wahren Leben gibt es viele Geschichten von Frauen, die erst 'Ja' sagen, und es dann bereuen."

>>> Das komplette Interview gibt’s hier auf unserer Website.

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Wie eine im "New Yorker" veröffentlichte Kurzgeschichte überhaupt dermaßen Wellen schlagen konnte, erzählen wir in einem anderen Artikel. Geschrieben kurz vor dem Aufkommen der #MeToo-Bewegung, aber veröffentlicht inmitten ihrer Auswirkungen, traf die Story einen Nerv. Viele Frauen erinnerten sich an ähnliche Begegnungen. Die Twitter-Chauvis und Antifeministen zeterten, die Story sei Teil einer "männerhassenden Agenda". "Cat Person" wurde in diesen und in den Tagen darauf millionenfach geteilt, kommentiert, parodiert, diskutiert. Kristen Roupenian, die ungern zu viel Zeit online verbringt, bekam davon zunächst trotzdem wenig mit. Es war ihre Freundin Callie, die ihr schrieb: "Da passiert was mit deiner Story."

>>> Was da alles passiert ist, kann man hier nachlesen.

© STUDIOCANAL

© STUDIOCANAL

Da Susanna Fogel in ihren Filmen stets Wert auf gute Musik legt, haben wir uns Cat Person auch in unserer Rubrik "Die Playlist danach" gewidmet. Neben dem Filmscore von Heather McIntosh, der vor allem die Thriller-Momente bereichert, setzen Fogel und ihr Team oft auf einen Soundtrack, der die Handlung kommentiert ("Gimme More" von Britney Spears) oder ironisiert ("My Heart Belongs To Daddy", gesungen von Marilyn Monroe). Und wir hören viele Songs, die man auch in den Playlisten von Margot vermuten würde: Indie-Banger wie "Chaise Longue" von der britischen Band Wet Leg zum Beispiel.

Deshalb haben wir uns für unsere Playlist-Rubrik die Highlights aus dem Soundtrack gepickt, und sie mit ein paar handverlesenen Indie-Songs ergänzt. Dabei haben wir uns auf jene Künstlerinnen konzentriert, die – ähnlich wie Wet Leg – gerade dafür sorgen, dass gitarrenlastige Indie-Musik wieder so hoch im Kurs steht: Bands wie boygenius und The Last Dinner Party oder Songwriterinnen wie Soccer Mommy, Lucy Dacus und Samia, die oft über jene Dinge singen, die auch Margot bewegen.

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