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Neu auf ARTHAUS+: Ausnahmslos schonungslos gute Unterhaltung

Auf unserem Amazon Prime Video Channel ARTHAUS+ gibt es schon jetzt 150 Filme und Serien aus allen möglichen Genres. Und es werden immer mehr. Frisch im Angebot: Gegen die Wand, Lilyhammer/ 3. Staffel, Sicario 2 und Rampenlicht.

News/Neu erschienen 08. Mai 2021

Gegen die Wand

2014 war Fatih Akins Regie-Hammer Gegen die Wand der erste deutsche Film seit 17 Jahren, der auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde. Schonungsloses Kino mit überragenden Darsteller*innen, das in einem Milieu abseits des gesellschaftlichen Mainstream spielt – und dennoch oder gerade deswegen schon nach zwei Wochen eine halbe Million Zuschauer*innen ins Kino lockte. Akin erzählt mit Blut, Schweiß und Tränen die Geschichten gebrochener Figuren, die gerade durch ihre Brüche so ehrlich und aufrichtig rüberkommen, dass einem das Wort authentisch dafür noch viel zu schwach und irgendwie falsch erscheint. Es sind wahre Menschen, diese von Sibel Kekilli und Birol Ünel verkörperten Hauptfiguren. Und ihre Probleme als starke Charaktere zwischen allen Stühlen heute noch sehr real.

"Gegen die Wand": Hart aber zärtlich © Studiocanal

"Gegen die Wand": Hart aber zärtlich © Studiocanal

Lilyhammer / 3. Staffel

Es soll noch Menschen geben, die Steven van Zandt hauptsächlich als Musiker von Bruce Springsteens E-Street-Band kennen. Das würde ja auch den meisten von uns schon reichen als Karriere. Noch weitaus mehr Fans jedoch assoziieren ihn mittlerweile mit seiner Rolle des Frank "The Fixer" Tagliano aus der Serie Lilyhammer. Van Zandt spielt in drei allein durch ihre Grundthematik faszinierenden und im Handlungsverlauf, sorry, sauspannenden Staffeln eben jenen Mafiosi, der über ein Zeugenschutzprogramm unter anderer Identität in der norwegischen Olympiastadt landet – und fortan als Giovanni Henriksen bekannt ist. Aber während van Zandt diese Type in Fleisch und Blut übergangen ist, in all ihrer Komplexität, hat der fiktive Tagliano Schwierigkeiten zum noch fiktiveren Henriksen zu werden. Stattdessen leiert er bald schon wieder illegale Geschäfte an und gerät so auch in den Fokus jener alten Seilschaften, die er durch seinen Verrat hatte durchschneiden wollen.

Neuer Name, alte Gewohnheiten: "Lilyhammer" © Studiocanal

Neuer Name, alte Gewohnheiten: "Lilyhammer" © Studiocanal

Sicario 2

Beim ersten Sicario-Teil führte noch Denis Villeneuve Regie, in der Fortsetzung Sicario 2 heißt der Regisseur Stefano Sollima, aber das Sujet ändert sich überhaupt nicht. Nur dass die mexikansichen Drogenkartelle nun auch im Verdacht stehen, Terroristen über die Grenze in die USA zu schmuggeln. Das Drehbuch stammt wieder von Taylor Sheridan, auch Benicio del Toro und Josh Brolin sind erneut mit am Start, außerdem verstärkt Catherine Keener das Ensemble. Besonders reizvoll an diesem Sequel ist die unterschiedliche Herangehensweise von Stefano Sollima, der im Vergleich mit Villeneuve etwas klarer und weniger subtil inszeniert, dafür aber die Genre-Elemente sehr ernst nimmt und einen starken Thriller schafft, der – Moralisieren war gestern – kaum Hoffnung auf reale Verbesserungen macht.

In voller Montur: "Sicario 2" © Studiocanal

In voller Montur: "Sicario 2" © Studiocanal

Rampenlicht

Dass die US-amerikanische Kritik Charlie Chaplins Rampenlicht aus dem Jahr 1952 teilweise "nicht komisch" fand – was für den Film eines ausgewiesenen Komikers einem Todesurteil gleichkommt – mag zwei Gründe gehabt haben. Zum einen ist diese in den frühen Nachkriegsjahren und damit in einer heftig durchgeschüttelten Welt entstandene Hommage an gescheiterte Künstler*innen und an die Schönheit des Varieté-Theaters tatsächlich mitunter eher tragisch als witzig – und somit unter dem Label Tragikomödie richtig einsortiert. Zum anderen nahm man Chaplin in den USA seine "Nähe" zu den Kommunisten übel. Der kalte Krieg ist längst vorbei, Chaplins Geschichten und Figuren sind lebendiger denn je. Bei aller Tragik ein tröstlicher Sonntagsfilm.

Mensch, Charlie…: "Rampenlicht" © Studiocanal

Mensch, Charlie…: "Rampenlicht" © Studiocanal

WF

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