Quentin Tarantinos Kill Bill Vol.1 und Kill Bill Vol.2 sind zusammengesehen der künstlerische Gipfel des Zitatkinos, das Tarantino er in den 1990er-Jahren selbst erfunden hat – und zugleich die endgültige Manifestation seines eigenen Stils. Mehr Tarantino geht nicht. Echt nicht?
20 Jahre nach der Weltpremiere der zweiteiligen Revenge Story um die Vendetta der namenlosen Braut (Uma Thurman) gegen ihren von David Carradine gespielten Ex, kommt Tarantinos Schlüsselwerk als Epos Magnum in die Kinos. Die viereinhalbstündige Komplettfassung enthält nie gesehenes Material. Sie wird sowohl digital als auch mit 70mm-Kopien auf Tour gehen – jetzt schon legendär. Und so wie Tarantino es von Anfang an gewollt hatte.
Was bisher fehlte? Der ikonische Kampf gegen die Crazy 88 vollständig in Farbe (statt teilweise in Schwarzweiß), dazu eine erweiterte, siebenminütigen Anime-Sequenz – und eine Pause zwischen den beiden Akten. Plus all die Details, die uns bislang noch gar nicht aufgefallen sind …
WF