Im Dezember letzten Jahres machte ein Zitat von Quentin Tarantino über den Film und das Buch Battle Royale die Runde. Er verstehe bis heute nicht, warum man die Autorin der "Hunger Games"-Romanreihe Suzanne Collins nicht verklagt habe – immerhin hätte sie die Story schamlos geklaut. Im genauen Wortlaut sagte Tarantino im Podcast des Autors Bret Easton-Ellis: "Ich verstehe nicht, warum der japanische Autor Suzanne Collins nicht wegen jedem verdammten Dollar verklagt, den sie verdient hat. Die haben einfach das verdammte Buch geklaut! Dumme Buchkritiker werden sich niemals einen japanischen Film namens Battle Royale ansehen, also haben die dummen Buchkritiker sie nie darauf angesprochen. Sie haben davon geschwärmt, dass es das Originellste sei, was sie jemals gelesen hätten. Sobald die Filmkritiker den Film gesehen hatten, sagten sie: ‚Was zum Teufel! Das ist doch nur Battle Royale, nur ohne Altersbeschränkung!‘" Das feurige Zitat machte natürlich im Internet die Runde – zum einen, weil das mit Tarantino Quotes fast immer passiert, und zum anderen, weil viele Tarantino Recht geben. Nämlich all die Menschen, die Collins NICHT gelesen haben. Aber der Reihe nach …
Quentin Tarantino sprach in dem Podcast mal wieder über einen seiner Lieblingsfilme: Battle Royale aus dem Jahr 2000. Er rangiere in Tarantinos persönlicher Bestenliste aktuell auf Platz 11, sagte er. Regie führte Kinji Fukasaku, dessen Sohn Kenta Fukasaku schrieb das Drehbuch. Allerdings muss man an dieser Stelle sagen: Viel Arbeit dürfte Fukasaku Junior nicht gehabt haben, da sich die Romanvorlage von schon fast wie das Drehbuch zu einem blutigen Kino-Thriller liest.
Der zuvor als Journalist tätige Japaner Kōushun Takami veröffentlichte seinen dystopischen Thriller "Battle Royale" im Jahr 1999. Das Buch schockierte und faszinierte Japan gleichermaßen. Sogar das japanische Parlament warnte in einem offiziellen Statement vor seinem schädlichen Einfluss auf die Jugend. Das wundert nicht: Kōushun Takami erzählt darin aus einem fiktionalen, nationalistischen und faschistischen Japan, das einmal im Jahr eine neunte Schulklasse (nach unserem Schulsystem gerechnet) auswählt, die sich einem Battle Royale stellen muss. Kōushun Takami ist Wrestling-Fan und benannte seinen Roman nach dem Kampfmodus "Battle Royal" im Profi-Wrestling, bei dem manchmal bis zu 20 Kämpfer:innen im Ring gegeneinander antreten.
Die Schüler:innen in seinem Roman kämpfen nicht in einem Ring, sondern auf einer kurzzeitig evakuierten Insel. Und sie kämpfen um ihr Leben. Nur eine Person kann die Insel nach 48 Stunden lebend verlassen. Alle Schüler:innen bekommen zu Beginn einen Rucksack mit ein wenig Proviant, einer Karte und einer individuellen Waffe. Sie tragen ein Halsband, das zugleich der Ortung und der Kontrolle dient: Wer sich den Regeln widersetzt, kann durch einen Sprengsatz im Halsband jederzeit getötet werden. Das Militär überwacht die Kämpfe und verkleinert nach und nach das "Spielfeld". Alle paar Stunden macht der psychopatische Lehrer und Spielleiter Kinpatsu Sakamochi eine Durchsage, in der die demnächst "verbotenen" Gebiete und die bereits getöteten Schüler*innen genannt werden. Auch im Roman gibt es am Ende eines jeden Kapitels einen aktualisierten Bodycount.
Der Roman "Battle Royale" ist ultrabrutal – aber nicht nur wegen der expliziten Gewaltdarstellung. Heartbreaking ist vor allem, wie es Kōushun Takami schafft, den Überlebenskampf in den Kontext klassischer Coming-of-Age-Motive zu setzen. Von den 42 Mädchen und Jungen steht zwar nur ein gutes Dutzend länger als ein bis zwei Kapitel im Fokus seiner Erzählung, aber Kōushun Takami schaut immer wieder in Rückblenden in die Leben dieser jungen Menschen, die eben noch dachten, sie würden sich bald verlieben, eine schwere Klausur bestehen oder sich endlich trauen, ihren Crush anzusprechen.
Mit seiner klaren Sprache und den starken Dialogen schafft es Kōushun Takami immer wieder, diese niederschmetternde Erkenntnis erfahrbar zu machen, dass die Jugend vorbei ist und man sich plötzlich in einem Überlebenskampf befindet, in dem man nicht weiß, ob die Freunde noch die Freunde sind. Einige der Schüler*innen sind dabei anfangs noch idealistisch und versprechen, sich diesen grausamen Spielen zu verweigern. Im ersten Viertel des Buches gibt es eine Szene, in der eine Schülerin von einem Hügel aus an die Menschlichkeit ihrer Klassenkamerad*innen appelliert und dazu aufruft, sich friedlich zu versammeln, um einen Weg des Widerstands zu finden. Der Dank für diesen Mut? Mehrere Salven aus einem Maschinengewehr, die sie und ihre Freundin niedermähen.
Die neu übersetzte englische Ausgabe zum 10. Jubiläum.
"Battle Royale" führt uns durch diese brutalen 48 Stunden und spielt sehr gekonnt mit der Erkenntnis, das man eigentlich niemandem trauen kann. Ist der charismatische Rockmusiker Shuya Nanahara wirklich so sympathisch, wie uns der Autor glauben machen will? Ist die ruhige und schöne Noriko Nakagawa, die gleich zu Beginn verletzt wird, wirklich so hilflos, wie sie manchmal erscheint? Ist der Coolste der Klasse, Kazuo Kiriyama, wirklich dieser gnadenlose Killer, der nichts zu fühlen scheint? Kann man dem Loner Shogo Kawada wirklich trauen, der behauptet, einen Fluchtplan zu haben? Warum ist die verführerische Mitsuko Souma so durchtrieben und brutal? Und ist die Klassenschönste Takako Chigusa ein guter Mensch, wie man anfangs glauben mag?
Gleichzeitig wird man zur Frage gezwungen, wie man sich selbst verhalten hätte, wenn man mit seiner Schulklasse in ein "Battle Royale" geraten wäre. Kicken die Überlebensinstinkte und bringen einen dazu, Menschen umzubringen, mit denen man vorher noch die Träume und Hausarbeiten teilte? Wäre man ein Killer, der Jagd auf andere macht, um vielleicht überleben zu können oder würde man anderen vertrauen, gemeinsam einen Weg zu finden, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren? Oder wäre man das verliebte Paar, das sich dem Spiel verweigert und Hand in Hand in den selbst gewählten Tod springt?
Noch schlimmer und zugleich faszinierender wird die Geschichte, wenn der Autor Kōushun Takami das vorher relativ normale Teenagerleben der Charaktere in präzisen Rückblenden beleuchtet. Das gelingt auch der Verfilmung sehr gut, die mit harten Schnitten arbeitet, und zum Beispiel auch schon mal direkt von Shuya Nanaharas Überlebenskampf in eine melancholische Szene in seinem Jugendzimmer springt, in der er verträumt auf dem Bett liegt und seinem besten Freund etwas auf der E-Gitarre vorspielt. Besagter Freund ist zu dem Zeitpunkt, in dem sich Shuya Nanahara daran erinnert, übrigens schon getötet worden. Er war eines der ersten Opfer: Er wollte sich der Ansage des Lehrers widersetzen und wurde noch im Klassenraum, in dem die Regeln erklärt wurden, an seinem Platz erschossen.
Bevor wir nun auf die Verfilmung von Kinji Fukasaku schauen, noch ein kleiner Not-so-Fun-Fact über Kōushun Takami: Er hat bis heute keine weiteren Bücher geschrieben. In der englischsprachigen Neuauflage von "Battle Royal" (übersetzt von Nathan Collins) zum 10. Jubiläum im Verlag Haika Soru sagt der Autor im Nachwort in Form eines seiner raren schriftlichen Interviews: "Hallo zusammen. Ich bin der Autor Takami. Es ist schon zehn Jahre her, seit ich dieses Buch geschrieben habe. Genauer gesagt entstand der Roman als Wettbewerbsbeitrag und wurde mehrfach überarbeitet, bevor er vor zehn Jahren in Japan erschien. Wie ich in Artikeln wie diesem immer wieder zugeben muss und auch hier erwähnen möchte, habe ich in den letzten zehn Jahren keinen einzigen neuen Roman geschrieben. Ich weiß, das ist ungewöhnlich. Ich nehme an, dass mittlerweile die Mehrheit der japanischen Verlagsbranche davon ausgeht, dass ich nie wieder einen Roman schreiben werde. (Anscheinend steht das sogar in der japanischen Wikipedia.) (Wunderbar.)"
Das von Kōushun Takami erschaffene, düsteren Paralleluniversum lebt jedoch weiter: Es gibt eine erfolgreiche Manga-Serie, hunderte Fan Fictions und sogar zwei Filme von Kinji Fukasaku. Drei Jahre später erzählten er und sein Drehbuch-schreibender Sohn Kenta in Battle Royale II: Requiem die Geschichte von Shuya Nanahara und Noriko Nakagawa weiter – die (Spoiler!), das Battle überlebten und entkommen konnten.
Kinji und Kenta Fukasaku dürften rein erzählerisch nicht die größte Mühe gehabt haben, "Battle Royale" für die Leinwand zu adaptierten. Takami sagt selbst, er habe seinen Roman sehr filmisch erdacht. Im bereits zitierten Interview sagt er: "Ich habe das Gefühl, dass ich beim Schreiben schon die Kameraperspektiven im Hinterkopf hatte. Obwohl dieses Buch aus der Perspektive einer dritten Person geschrieben ist, wirkt jede Szene fast wie aus der Ich-Perspektive, und wir betrachten jede Szene im Grunde genommen durch die Augen einer Figur. Natürlich zoomt die ‚Kamera‘ manchmal zurück, sodass wir alles sehen können, wie zum Beispiel in der Szene mit Shuya und Noriko am Ende von Kapitel 45. Wir sprechen hier zwar über Filme, aber Menschen, die mit Fernsehen (und Mangas) aufgewachsen sind, können sich diesem Einfluss nicht entziehen. Ich war mir bewusst, wie groß jede Figur war und wie sie gebaut war, aber ich glaube nicht, dass ich so weit gegangen bin, mir detaillierte Bilder von ihren Gesichtern zu machen."
Nach seiner filmischen Inspiration gefragt, antwortete Kōushun Takami: "Wenn ich sagen müsste, welche Filme mir beim Schreiben bewusst waren – und vielleicht ist Ihnen das aufgefallen –, dann wäre einer davon eindeutig Terminator 2." Der zweite sei John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt, weil sich auch die Schüler*innen in "Battle Royale" bei jedem Teilnehmenden fragen müssten, ob noch etwas Menschliches in ihnen steckt.
Die Stärke der Verfilmung des 2003 verstorbenen Kinji Fukasakus liegt nun einerseits im Tempo des Films, das die atemlose Stimmung des Buches und die melancholischen Rückblicke in einem ähnlich überzeugenden Flow auf die Leinwand bringt. Auch die pointierten Dialoge retten sich in den Film. Was seinem Battle Royale aber die Wucht, den Schockeffekt und die Faszination verleiht, sind die Entscheidungen, auf einen Cast zu setzen, der wirklich aussieht, als hätte Fukasaku ihn in einer neunten Klasse rekrutiert sowie die Entscheidung, die brutal ausformulierten Szenen in all ihrer Härte zu zeigen.
Fukasaku selbst hatte als Kind und Teenager den Zweiten Weltkrieg erlebt und hat seine frühen Begegnungen mit Brutalität und Gewalt in den Film einfließen lassen. Er habe schon auch zeigen wollen, wie so eine Situation für die aktuelle, jüngere Generation gewesen wäre, sagte er, sähe in der Geschichte aber vor allem eine Fabel und keine realistische Dystopie. Deshalb traf es ihn hart, dass die japanische FSK, Eirin genannt, den Film für die Jugend nicht freigab – obwohl er sich ja eigentlich hätte denken können, dass das passiert.
In einem Interview aus dem Jahr 2001 sagte Kinji Fukasaku dazu: "Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen als 15jähriger und auch aufgrund des Originalromans, in dem die Geschichte von 15jährigen durchlebt wird sowie der Schauspieler, die alle um die 15 Jahre alt waren – obwohl einige ein bisschen älter waren –, konnte ich die Entscheidung von Eirin, den Film mit R-15 zu stufen, natürlich nicht akzeptieren. Ich habe Beschwerde eingelegt und um eine Überprüfung gebeten. Bevor diese Angelegenheit mit der Zensurbehörde jedoch zu einem Ergebnis kam, gab es einen offiziellen Einwand des Parlaments, das behauptete, dieser Film sei schädlich für die Jugend."
Battle Royale startete kurz vor Weihnachten des Jahres dennoch – allerdings ohne Jugendfreigabe – in den japanischen Kinos und wurde im Folgejahr der dritterfolgreichste japanische Film nach Chihiros Reise ins Zauberland und Pokémon 3 – Im Bann der Icognito.
Filme, die schädlich für die Jugend sind, gefallen natürlich auch einem Quentin Tarantino. Wie bereits erwähnt, listete er Battle Royale zuletzt auf Platz 11 seiner persönlichen Bestenliste. In den Jahren zuvor hatte er oft gesagt, ein Ranking wäre schwer – außer es ginge um Battle Royale. Das sei sein Lieblingsfilm und der eine Film, von dem er sich wünschen würde, er hätte ihn gemacht.
Vielleicht ist es also die Fanliebe, die ihn kürzlich wieder zurück zur nicht neuen Kritik brachte, dass Suzanne Collins die Idee von Battle Royale geklaut und daraus ihre "Hunger Games"-Romanreihe gemacht hätte. Die Quotes von Tarantino, mit denen wir diesen Text eröffnet haben, waren natürlich knackig und verbreiteten sich in den Socials rasend schnell – aber sie enthalten höchstens einen Krümel Wahrheit. Collins hat mitnichten "das ganze verdammte Buch geklaut" – und das wüsste Tarantino, wenn er die "Hunger Games"-Reihe tatsächlich gelesen hätte.
Die Idee eines modernen Gladiatoren-Kampfs ist immerhin ein wiederkehrendes Motiv in Literatur, Sport und Film. Dass hier junge Menschen um ihre Leben kämpfen, gab es auch schon im Roman "Herr der Fliegen" von William Golding oder in "Todesmarsch" von Stephen King. Während Kōushun Takami action- und dialogreich schreibt und sich auf die 48 Stunden des "Turniers" konzentriert, investiert Collins viel mehr Zeit in das Wordbuilding, die Coming-of-Age-Motive ihrer Heldin und die Politik ihrer Welt.
Collins wurde im Übrigen schon 2011 von der "New York Times" auf die Parallelen in der Story angesprochen und sagte glaubhaft: "Ich hatte noch nie von diesem Buch oder diesem Autor gehört, bis mein Buch fertiggestellt war. Zu diesem Zeitpunkt wurde es mir gegenüber erwähnt, und ich fragte meinen Lektor, ob ich es lesen sollte. Er sagte: ‚Nein, ich möchte nicht, dass du dich mit dieser Welt beschäftigst. Mach einfach weiter wie bisher.‘"
Collins ist aber nicht die einzige, die sich mit Vorwürfen dieser Art rumplagen musste: Auch die südkoreanische Netflix-Serie Squid Game und das erfolgreiche Online-Game "Fortnite" tragen ganz offensichtlich Spuren von Battle Royale in ihrer DNS – und machten trotzdem etwas Eigenes daraus.
Quentin Tarantino zeigte seine Liebe für Battle Royale am deutlichsten in Kill Bill – und zwar in der Figur der minderjährigen, japanischen Killerin Gogo Yubari. Sie ist im ersten Teil die 17jährige Leibwächterin von O-Ren Ishii. Eine mordlustige, durchtriebene Killerin in Schulmädchen-Uniform. Nicht nur der Dress ist eine Verneigung vor Battle Royale: Tarantino besetzte Gogo Yubari mit der japanischen Schauspielerin und Sängerin Chiaki Kuriyama, die in Battle Royale als Takako Chigusa bleibenden Eindruck hinterlässt.
Takako Chigusa ist die Schönste der Klasse. Eine von vielen geliebte und angehimmelte Athletin, mit aristokratischem, dezent arrogantem Auftreten. Im Buch wie auch im Film wird sie erst vom Klassencreep Kazushi Niida umworben, dann bedroht und schließlich beinahe vergewaltigt. Aber Chigusa wehrt sich und tötet Niida mit zahlreichen Stichen. Im Buch hat sie einen Eispickel, im Film ein Messer. In beiden Fällen sticht sie Niida am Ende in den Unterleib.
Kurz darauf wird Takako Chigusa allerdings von Mitsuko Souma tödlich verwundet. Souma ist das eigentlich Bad Girl in Battle Royale: Sie leitet eine kleine, fiese Mädchengang, prostituiert sich hin und wieder und nutzt ihr attraktives Aussehen auch in Battle Royale immer wieder zu ihren Gunsten. Man könnte schnell meinen, Mitsuko Souma sei bloß kaltblütig und durchtrieben, aber in Rückblenden erfahren wir, dass sie schon in ihrer Kindheit sexuell missbraucht wurde und das nicht die einzige brutale Erfahrung in ihrem jungen Leben war. Wenn man das weiß und dabei an Gogo Yubari aus Kill Bill denkt, könnte man fast meinen, Tarantino habe als Vorlage eher Souma als Chigusa als im Sinn gehabt.
Aber Chiaki Kuriyama ist natürlich trotzdem die perfekte Wahl für Tarantinos Film: Die 1984 geborene Schauspielerin war schon zum Dreh von Battle Royale in mehrfacher Hinsicht Profi. Schon als Kind ein viel fotografiertes Model, war sie ab Mitte der Neunziger regelmäßig in Horror und Action-Filmen zu sehen. Nach ihrem Hollywood-Ausflug für Tarantino kehrte sie wieder nach Japan zurück und erzählte dort 2010 in einem Interview: "Da ich mein ganzes Leben in Japan verbracht habe, ist es für mich seltsam zu hören, dass ich im Ausland berühmt und mich in Amerika viele wegen Battle Royale und Kill Bill mögen. Es ist cool, Fans in vielen Ländern zu haben."
Cool, ist auch, dass man Gogo Yubari bald endlich wieder im Kino beim charmanten Morden zuschauen kann – was auch ein wenig der Anlass zu diesem Deep Dive in die Geschichte von Battle Royale und den Verbindungen zu Quentin Tarantino war. Am 16. April läuft nämlich Kill Bill: The Whole Bloody Affair in den deutschen Kinos an: Die schon heute legendäre Fassung feierte ihre Weltpremiere 2006 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes – und verschwand danach für Jahre im Tresor.
Kill Bill: The Whole Bloody Affair wird nun erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht – in der ultimativen Fassung, so wie Tarantino sie immer zeigen wollte: mit dem ikonischen Kampf gegen die Crazy 88 komplett in Farbe (statt teilweise in Schwarzweiß), einer erweiterten, siebenminütigen Anime-Sequenz und einer Pause zwischen den beiden Akten – und natürlich mit der charismatischen Battle Royale-Referenz Chiaki Kuriyama alias Gogo Yubari in Action.
Daniel Koch