Der junge Törless

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Zwei Schüler eines Knabeninternats überführen ihren Kameraden Basini des Diebstahls. Anstatt ihn jedoch bei der Schulleitung anzuzeigen, beschließen sie, ihn mittels Erpressung zu ihrem Diener zu machen. Nachts wird er von den beiden in einer versteckten Kammer wiederholt sadistisch gequält und sexuell missbraucht. All dies beobachtet der junge Törless, der sich lediglich über seine eigenen homoerotischen Gefühle im Klaren sein möchte und die Folter grundsätzlich ablehnt, aber durch sein untätiges Zuschauen in gewisser Weise zum Mittäter wird. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt und sich ein schrecklicher Vorfall ereignet, bleibt Törless nichts anderes übrig, als ehrlich zu sich selbst zu sein.

Volker Schlöndorff adaptierte in seinem Spielfilmdebüt Der junge Törless mit Mathieu Carrière in der Hauptrolle den Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" von Robert Musil aus dem Jahr 1906 und interpretierte diesen vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte. Auf den Filmfestspielen von Cannes 1966 erregte der Film Aufsehen und wurde mit dem Kritikerpreis der FIPRESCI-Jury ausgezeichnet. Außerdem erhielt er das Filmband in Gold für Regie und Drehbuch, die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das Prädikat besonders wertvoll.

Originaltitel: Les Désarrois de l'élève Törless
Produktionsland: Deutschland / Frankreich
Produktionsjahr: 1966
Genre: Drama
FSK 16

Cast & Crew

Darsteller: Mathieu Carrière, Bernd Tischer, Fred Dietz, Marian Seidowsky
Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Herbert Asmodi, Volker Schlöndorff
Kamera: Franz Rath
Produktion: Franz Seitz, Louis Malle

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