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It’s the Bride’s Birthday … Alles Gute, Uma Thurman!

An diesem Mittwoch wird Uma Thurman 56 Jahre alt – zu einem Zeitpunkt, in dem sie sich wieder als "The Bride" durch die Kinos kämpft.

29. April 2026

Uma Thurman ist ein äußerst schlagfertiger Mensch. Das gilt bei ihr im doppelten Wortsinn. Wer ihren Namen hört, denkt vielleicht sogar als erstes daran, wie sie in Kill Bill die "Crazy 88" niedermeuchelt, oder in den architektonischen Zwängen einer amerikanischen Vorstadtküche Verneta Green erst verdrischt und dann tötet.

Dass die Kampfszenen so knallen, liegt auch daran, dass Uma Thurman brutal hart trainierte, um ihre ikonische Rolle als Beatrixe Kiddo aka "Black Mamba" aka "The Bride" in Tarantinos Epos zu meistern. Über Monate trainierte sie in Sachen Fitness und Ausdauer, lernte dabei aber auch diverse Kampfpraktiken, mit denen sie so manchen auch heute noch vermöbeln könnte.

@thisandthat.media Uma Thurman on Becoming The Bride ⚔️ "Every day, the whole day, I was training like an Olympic athlete. It was incredible to find your threshold of endurance — and keep pushing.” The Bride wasn’t just written… she was earned. A reminder that the best performances often come from insane preparation, discipline, and sacrifice. #KillBill #TheBride #UmaThurman #QuentinTarantino #ActorTraining ♬ original sound - This & That

An dieser Stelle sollte man allerdings klarstellen: Uma Thurman findet Gewalt nicht wirklich cool – auch, wenn sie in den sehr brutalen Filmen Pulp Fiction, Kill Bill oder auch The House That Jack Built von Lars von Trier oder zuletzt 2025 im Actionfilm The Old Guard 2 oder in der Serienmörderserie "Dexter: Wiedererwachen" mitgespielt hat. Erst im März sagte Uma Thurman dem Magazin "InStyle" dazu: "Eigentlich mag ich Gewalt nicht besonders. Manche Leute mögen sie sehr; ich mag sie nicht." Aber: "Wenn ich kunstvolle Bewegungen sehe, kann ich Gewalt und Action genießen, weil mich das genauso umhaut, wie wenn ich eine außergewöhnliche Tanzaufführung sehen würde."

Die Sache mit der Schlagfertigkeit gilt bei Uma Thurman aber auch für Interviewsituationen. In der Jonathan-Ross-Show sagte sie zum Beispiel vor einigen Jahren, den schönen Satz: "Ich bin tatsächlich, eine der wenigen, die in Nymphoniac ihre Klamotten anbehalten darf. Ich glaube, deshalb bin auch so oft im Trailer zu sehen." Solche Sätze, in denen so viel mitschwingt, hat sie fast immer parat.

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Trotzdem verbinden viele Uma Thurman heute natürlich vor allem mit ihrer Rolle als "The Bride", was natürlich daran liegt, dass Kill Bill: The Whole Bloody Affair gerade wieder in den Kinos läuft. Ihr Kampf im gelben Tracksuit, der eine Hommage an Bruce Lee ist, ihre wortwörtliche Wiederauferstehung, der Kampf im Schnee gegen O-Ren Ishi (Lucy Liu) und die schon fast zärtliche Ermordung ihres brutalen Mentors und Ex-Lovers Bill (David Carradine) – das alles sind heute ikonische Szenen. Und "The Bride" wurde zu einer Figur, die viele junge Frauen als empowernd empfinden.

2015 sagte Thurman in einem Interview mit dem Online-Magazin "IGN", sie hätte erfahren, dass einige Highschool-Mädchen die Redewendung "to go full Uma on him" nutzen würden, wenn sie darüber sprachen, sich gegen jemanden zu verteidigen. "Nicht, dass ich möchte, dass die Leute kämpfen. Es gibt diese schmale Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Aggression. Solche kleinen Dinge fallen mir einfach auf, zum Beispiel, wenn ich diese Mädchen an Halloween sehe, wie sie in ihren gelben Trainingsanzügen herumtoben. Selbst als wir für die Premieren um die Welt reisten, gab es all diese Mädchen, die als ich verkleidet waren, in meinem Trainingsanzug. Und sie sahen so tough aus. Sie sahen alle so aus, als würden sie sagen: ‚Ja, das bin ich, ich trage einen Trainingsanzug, pass auf.‘ Das war so süß ..."

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Kurz vor den ersten Aufführungen zu Kill Bill: The Whole Bloody Affair sagte Thurman noch einmal, dass es sie heute vor allem mit Stolz erfülle, dass ihr immer noch viele Frauen sagen würde, ihre Figur der "Bride" hätte ihnen Kraft und Selbstbewusstsein gegeben.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Dreharbeiten zu Kill Bill in Teilen sehr unschöne Erfahrungen für Thurman waren – und sie in diesen Jahren auch Harvey Weinsteins übergriffigem Verhalten ausgesetzt war. Auch hier muss man sich vor Uma Thurman verneigen: Sie sprach später – vor allem in einem Interview mit der New York Times aus dem Jahr 2018 – sehr mutig und offen über Weinsteins Übergriffe. Auch den überall so gefeierten Kill Bill stellte sie in diesem Gespräch mit ihren direkten Worten in ein anderes Licht, als sie über eine langjährige Auseinandersetzung mit Quentin Tarantino sprach, die auf eine Begebenheit bei den Dreharbeiten zurückgeht, in der Tarantino sie unnötig in Gefahr brachte.

Tarantino äußerte sich kurz darauf in einem Interview mit dem Magazin "Deadline" dazu und sagte unter anderem, der Dreh dieser Szene sei "eines der Dinge in meinem Leben, die ich bis heute am stärksten bedauere."

Heute, zu ihrem 56. Geburtstag, verneigen wir uns vor einer großen Schauspielerin und einer beeindruckenden Frau und wünschen: Alles Gute!

Und auch wenn in unserem Sortiment "nur" der von vielen verehrte Kill Bill zu sehen ist, wollen wir heute mal nicht so sein und schauen uns in den nächsten Tagen sicher noch mal all die anderen Filme, in denen sie uns beeindruckt hat. Namentlich wären das zum Beispiel: Gefährliche Liebschaften von Stephen Frears, Tarantinos Pulp Fiction, den etwas camp ausgefallenen Batman & Robin (in dem sie die Poison Ivy gibt), den zeitlos-guten Science Fiction Film Gattaca, das Hollywood-Remake von Les Misérables, das Mel Brooks Musical The Producers, die Guy-de-Maupassant-Verfilmung Bel Ami, von Triers Nymphomaniac (wo sie als Mrs. H einen Nervenzusammenbruch hat, den man nicht vergisst) oder den Netflix-Action-Hauer The Old Guard 2, wo sie als Discord gegen Charlize Theron antritt.

DK

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