Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Inhalt
weitere Infos

Die intelligente, charismatische Katharina Blum lernt auf einer Party einen Mann kennen und verbringt die Nacht mit ihm. Da er von der Polizei als Terrorist gesucht wird, wie sich am nächsten Tag bei der Durchsuchung von Katharinas Wohnung herausstellt, gerät sie in den Fokus der harschen Fahndungsarbeit und der skrupellosen Boulevardpresse. Obwohl sie von dem Medienspektakel und den Angriffen auf ihre Person überrollt wird, gibt sie nicht klein bei.

Schlöndorffs und von Trottas eindringliche Inszenierung nach der gleichnamigen Buchvorlage von Heinrich Böll glänzt durch eine exzellente Besetzung, allen voran Angela Winkler in ihrer ersten großen Rolle, die für ihre beeindruckende Vorstellung mit dem Filmband in Gold geehrt wurde. Die gleiche Auszeichnung wurde dem Film für die hervorragende Kameraführung verliehen.

Die gebürtige Berlinerin Margarethe von Trotta erlangte zunächst vor der Kamera hohe Reputation als eine der bekanntesten Schauspielerinnen des Neuen Deutschen Films. So wirkte sie in Inszenierungen von Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Herbert Achternbusch oder Klaus Lemke mit, bevor sie 1975 bei Schlöndorffs DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM ihr Debüt als Co-Regisseurin gab. Als Autorenfilmerin prägte Margarethe von Trotta das deutsche Kino maßgeblich und genießt nun schon seit mehr als vier Jahrzehnten internationale Bekanntheit für ihre Filme über eindrucksvolle Frauen, wie etwa ROSA LUXEMBURG (1985) und HANNAH AHRENDT (2013). Als erste Filmemacherin überhaupt wurde sie für DIE BLEIERNE ZEIT (1981) mit dem Goldenen Löwen auf den Filmfestspielen Venedig ausgezeichnet. Die Filmakademie verleiht der Regisseurin, Schauspielerin und Autorin bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises in diesem Jahr den Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film. Die feierliche Preisverleihung findet am 3. Mai 2019 im Palais am Funkturm in Berlin statt.

Originaltitel: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1975
Genre: Drama
Lauflänge ca. 102 min.
FSK 16

Cast & Crew

Darsteller: Angela Winkler, Dinkler Laser, Mario Adorf, Jürgen Prochnow
Regie: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta
Drehbuch: Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta, nach der Literaturvorlage von Heinrich Böll
Kamera: Jost Vacano
Produktion: Willi Benninger, Eberhard Junkersdorf, Gunther Witte

DVD oder Blu-ray kaufen

  • DVD
    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    Special Edition / Digital Remastered

    DVD im Handel seit 09.05.19

    Extras

    Umfangreiches Booklet; Erinnerungen von Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff und Eberhard Junkersdorf; „Die verschobene Antigone“ – Episode aus „Deutschland im Herbst“;

    Technische Angaben

    Bild: 1,66:1 (anamorph)
    Sprachen/Ton: Deutsch (Mono Dolby Digital)
    Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch

    Angaben zum Vertrieb

    Bst.-Nr. 506594, EAN 4006680089713

  • Blu-ray
    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    Special Edition / Blu-ray

    Blu-ray im Handel seit 09.05.19

    Extras

    Umfangreiches Booklet; Erinnerungen von Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff und Eberhard Junkersdorf; „Die verschobene Antigone“ – Episode aus „Deutschland im Herbst“;

    Technische Angaben

    Bild: 1,66:1 (1080/24p Full HD)
    Sprachen/Ton: Deutsch (Mono PCM)
    Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch

    Angaben zum Vertrieb

    Bst.-Nr. 506595, EAN 4006680089720

  • Best of Volker Schlöndorff

    Zur Box
  • Best of Volker Schlöndorff Edition

    Zur Box

Digital kaufen oder leihen

Bildergalerie

Dazu in unserem Magazin

    Top 5: Die Spleens der Filmemacher

    Von Tarantinos Fußfetisch über Hitchcocks Cameo-Auftritte bis zu Fassbinders Mutterliebe…die kunstvollsten Macken der Filmwelt.

    Der Kandidat: Der Strauß taugt nicht als Kanzler

    Im Wahljahr 1980 produzierten vier deutsche Regisseure gemeinsam den Film Der Kandidat, um Franz Josef Strauß als Kanzler zu verhindern. Ein Blick auf ein faszinierendes Zeitdokument und die Frage: Wie sähe so was heute aus?

    Messer im Kopf: Ganz hervorragend

    Wie war das noch mal in den 1970er-Jahren in der Bundesrepublik Deutschland? Reinhard Hauffs Messer im Kopf zeichnet auf geniale Weise eine Art Sittenbild der damaligen Verhältnisse. Mit einem kongenialen Bruno Ganz in der Hauptrolle.

    Das könnte Ihnen auch gefallen

    Arthaus Stores

    Social Media