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Bild zu Audrey Tautou zum 50.: Die Unverwechselbare

Audrey Tautou zum 50.: Die Unverwechselbare

Die fabelhafte Welt der Amelie machte sie vor 25 Jahren berühmt – wir gratulieren der vielseitigen Schauspielerin ganz herzlich zum Ehrentag.

09. August 2026

Wenn wir von Literatur sprechen, heißt es ja grundsätzlich, mal dürfe Autor*in und Ich-Erzähler*in einer Geschichte nicht miteinander verwechseln. Allerdings ist kaum zu leugnen, dass jede Form des Schreibens autobiografische Züge in sich birgt. Schauspieler*innen wiederum haben mitunter das Problem, auf einen bestimmten Typus festgelegt zu sein. Vor allem wenn sie in einer Rolle einen so überwältigenden Erfolg gefeiert haben wie Audrey Tautou mit ihrer Darstellung der naiv-verschrobenen Hauptfigur von Jean-Pierre Jeunets Die fabelhafte Welt der Amelie im Jahr 2001.

Allein diese Epoche machenden Kulleraugen! Diese stilprägende Frisur! Wer Audrey Tautou sagt, hat Amelie im Kopf – und ein gewisse Verwechslungsgefahr besteht noch zu Audrey Tautous 50. Geburtstag, den diese am Sonntag feiern darf, auch wenn die am 9. August 1976 geborene Schauspielerin in den vergangenen 25 Jahren so einiges unternommen hat, um sich vom Amélie-Image zu emanzipieren und auch für sich genommen über eine unverwechselbare Ausstrahlung verfügt, von der Amélie letztlich profitierte. Seit geraumer Zeit hat Tautou sich gänzlich aus der Filmbranche zurückgezogen, um privat und in kreativer Hinsicht andere Schwerpunkte zu setzen.

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Ihr Debüt feierte Audrey Tautou 1999 in Schöne Venus, und nach ihrem notorischen Durchbruch zwei Jahre später gehörte sie unter anderem zum Ensemble von L'Auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr von Cedric Klapisch (auch in L'Auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg war sie mit dabei) und glänzte ganz besonders in Mathilde – Eine große Liebe, bei dem sie nochmals mit Jean-Pierre Jeunet zusammenarbeitete. Sie war zu sehen im Blockbuster The Da Vinci Code – Sakrileg und brillierte als legendäre Modeschöpferin im im Biopic Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft. Passenderweise wurde sie daraufhin auch das Gesicht der damals aktuellen Kampagne von Chanel.

Zu den Highlights ihrer bemerkenswert steilen Karriere zählt außerdem die Darstellung der Chloé in Michel Gondrys Der Schaum der Tage. Auch für die Verfilmung von Boris Vians surrealistischem Roman schien sie einfach wie geschaffen – ein schlagender Beweis für ihre eigentliche Vielseitigkeit, wenn es eines solchen zu diesem Zeitpunkt noch bedurft hätte. Amélie hin, Amélie her. Darüberhinaus moderierte sie die Eröffnungsgala und die Preisverleihung in Cannes, auch Mitglied der der Berlinale-Jury war sie schon.

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Natürlich erscheint es uns im Nachhinein vollkommen unmöglich, dass jemand anderes Amélie Poulain hätte verkörpern können, so sehr war die Figur Audrey Tautou doch auf den Leib geschneidert! Heute wissen wir längst, dass ursprünglich Emily Watson für die Rolle vorgesehen war. Das reale Schicksal vieler Menschen ist nun mal filmreif, sonst gäbe es schließlich gar kein Kino. Da trifft sich die märchenhafte Geschichte der Audrey Tautou doch wieder mit dem Großstadt-Märchen von Amélie. Zum Verwechseln ähnlich sind Audrey Tautou übrigens auch die Porträts in ihrem 2024 erschienen Buch Superfacial. Dabei handelt es sich um eine bemerkenswerte künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen öffentlichen Erscheinungsbild.

Ihren Ehrentag wird Audrey Tautou sicherlich eher im Stillen und hoffentlich im Kreis ihrer Liebsten begehen. Wir wünschen: Bon anniversaire!

WF

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