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Top 5: Großes Kino über große Persönlichkeiten

Mit Pressure kommt am 17. September die Geschichte des Meteorologen James Stagg in die deutschen Kinos, dessen Wetterprognosen entscheidend für die Planung des D-Day waren. Er ist einer von vielen Menschen, die fernab des Rampenlichts Geschichte geschrieben haben. Wir stellen weitere Filme über diese oft übersehenen Persönlichkeiten vor.

07. September 2026

Pressure



Das Wetter ist Realität und keine Kulisse, die unberührt vom menschlichen Treiben unseren Alltag verziert. Das dürfte in Zeiten der Klimakrise den meisten Menschen bewusst sein. Wenn Expert:innen heute Alarm schlagen, will trotzdem nicht jede/r genau zuhören. Nach dem Motto: Augen zu und durch. So dachten auch einige der realen Personen hinter den Filmfiguren des historischen Dramas Pressure. Hintergrund ist eine entscheidende Prognose des schottischen Metereologen James Stagg im Zweiten Weltkrieg. Dabei steht der von Andrew Scott mit stoischer Grandiosität verkörperte Wissenschaftler gleich doppelt unter Druck: Während er seine persönlichen Emotionen unter Kontrolle halten muss, läuft die Uhr unerbittlich gegen ihn. Ob Brendan Fraser als Dwight. D. Eisenhower ihm schlussendlich vertraut? Das ist eine Frage, die heute noch von Bedeutung ist. Let's talk about the weather!


 



Selma


Das mitreißende Geschichtsdrama von Ava DuVernay aus dem Jahr 2014 zeigt den Kampf Martin Luther Kings und der Bürgerrechtsbewegung gegen die "Segregation" vor über 50 Jahren. Auch dieser Film erscheint heute aktueller denn je. Selbst die Anwesenheit des frisch gekürten Friedensnobelpreisträgers Martin Luther King konnte nach einem ersten katastrophalen Anlauf einst nicht garantieren, dass es beim neuerlichen Marsch durch die von weißem Hass geprägten Südstaaten kein weiteres Blutbad geben würde. So tief war und ist die "Segregation" im Hinterland verwurzelt. Selma zeigt nichts anderes als den mutigen Widerstand gegen eine menschenverachtende Realität. Zusätzlicher Auslöser des Protests war schließlich auch das Attentat auf die 16th Street Baptist Church in Birmingham, Alabama am 15. September 1963, bei dem vier schwarze Mädchen starben.

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Marie Curie - Elemente des Lebens



Es ist sicherlich keine allzu kühne Behauptung, wenn man in dem Wort "Radioaktivität" einen der Begriffe erkennt, die im 20. Jahrhundert größtmögliche Strahlkraft entwickelten, bis in die Popkultur hinein. Umso erstaunlicher und aussagekräftiger für die Gesellschaft, dass es ihrer Entdeckerin und Namensgeberin in der polnischen Heimat unter russischer Herrschaft nicht erlaubt war zu studieren. Heute ist Maria Salomea Sklodowska, Jahrgang 1867, als Marie Curie untrennbar mit der Radioaktivität verknüpft. Sie hat ihr schließlich auch das eigene Leben geopfert. Umso angemessener für sie und schöner für die Nachwelt, dass die kürzlich verstorbene Regisseurin Marjane Satrapi Curies Leben so einfühlsam verfilmt hat – mit einer umwerfenden Rosamund Pike in der Hauptrolle. Ein filmisches Denkmal – sowohl für die Hauptfigur als auch für die Filmemacherin.


 



Der Bankier des Widerstands



Wenn man sich heute mit der Geschichte befasst, kommt man mitunter an den Punkt, an dem man sich fragt, wie man sich selbst in einer bestimmten historischen Phase verhalten hätte. Etwa so mutig wie die Banker Walraven van Hall und Gijs van Hall? Die beiden leiteten in den von Nazideutschland besetzten Niederlanden eine Bank, die konkret Menschen half und den Widerstand unterstützten – ein Verhalten, das man wohl nicht gleich mit Menschen assoziiert, die sich um Geldgeschäft kümmern. Ihre Aktivitäten blieben allerdings nicht lange unentdeckt. Das opulent ausgestattete Kriegsdrama basiert auf der wahren Geschichte des niederländischen Widerstandes im Zweiten Weltkrieg anhand der realen Biografie des Bankiers Walraven van Hall, der den Mut mit seinem Leben bezahlte, weshalb ihm ein Denkmal in Amsterdam gewidmet ist – und war 2018 der meistgesehene niederländische Film.

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Die Fotografin



Zunächst schafften es zahlreiche Ausstellungen in Europa, größeres Interesse an Lee Miller zu wecken. Dann kam der Spielfilm Die Fotografin über diese kämpferische Frau, die Model, Muse, Künstlerin, Fotografin, Kriegsreporterin und Mutter zugleich war. Regie führte Ellen Kuras, in der Hauptrolle glänzte Kate Winslet. Für Winslet war ein Herzensprojekt, das ihren Anfang nahm als sie eher durch Zufall ein Artefakt erwarb, das in den letzten Jahren von Lee Millers Leben eine wichtige Rolle spielte: ein sehr besonderer Tisch, die Frau zu porträtieren, die das wahre Leben – und das heißt eben auch dessen schattigsten Schattenseiten – ohne Rücksicht auf eigene Befindlichkeiten dokumentierte. Ein Film, der Empowerment auch historisch buchstabiert.

WF

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