Mit Mary Ellen Mark am Set von Apocalypse Now

Zum Kinostart von Apocalypse Now - Final Cut erinnern wir an die amerikanische Fotografin Mary Ellen Mark, die die Dreharbeiten in einer Ästhetik dokumentierte, die an reale Kriegsfotografien aus der Zeit erinnert.

Galerien 12. Juli 2019

Francis Ford Coppola hatte wahrlich wenig Freuden bei den zermürbenden Dreharbeiten seines Meisterwerkes Apocalypse Now: Sein (privates) Budget wurde gnadenlos überzogen, sein Hauptdarsteller Brando wog bei Ankunft gut dreimal soviel wie für die Rolle vorgesehen, Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt einen Herzinfarkt, das Wetter zerstörte einen Großteil der Kulissen und dann brauchte das philippinische Militär, bei dem man sich die Helikopter und Piloten gemietet hatte, diese ständig selbst, weil es Rebellen im Süden des Landes bekämpfte.

Mit diesem Wissen, erstrahlen die Worte Coppolas über Mary Ellen Mark noch heller. Er sagte kurz nach ihrem Tode im Mai 2015: "Eine meiner Freuden während der Arbeit an Apocalypse Now war es, Mary Ellen Mark zu beobachten, wie sie in Armeekleidung durch den Matsch stapfte und Fotos schoss. Diese tiefschwarze Haar, diese wundervollen Augen (die sie meist hinter der Kamera versteckte), dieses Lächeln - ja, ihre Bilder waren immer ungewöhnlich und wunderschön. Genau wie sie."

Mary Ellen Mark war viele Jahre als Unit Photographer bei diversen Kino-Produktionen dabei. Neben Apocalypse Now zum Beispiel auch bei John Schlesingers Der Marathon-Mann und Fellinis Satyricon. Ihre Verbindung zur Filmbranche resultierte unter anderem aus ihrer Ehe mit Regisseur Martin Bell. Ihre Fotografie abseits der Filmsets widmete sich oft politischen Themen: Sie dokumentierte den Überlebenskampf amerikanischer Obdachloser ebenso wie die Freiheitskämpfe der Frauenbewegung und die politischen Straßenkämpfe der 1960er Jahre.

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