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Spaceballs bei "Best of Cinema": Lord Helmchen bringt den Saft zurück!

Dieser große Helm und dieser kleine Mann gehören auf die Leinwand: Am Dienstag kann man noch einmal die vielleicht beste Weltraumsaga seit Aliens und Star Wars im Kino erleben: Spaceballs! Ein Wiedersehen mit Prinzessin Vespa, dem Möter Waldi, Lone Starr – und natürlich Lord Helmchen.

29. Mai 2026

Es gibt Sätze, die – wenn man sie laut ausspricht – die Stimmung im Raum radikal verändern können. Hier ein paar Beispiele:

"Ich bin ein Möter. Halb Mensch, halb Köter."
"Ich weiß, dass er ein Arschloch ist, aber wie ist sein Name?"
"Möge der Saft mit dir sein."
Und natürlich: "Durchkämmt die Wüste!"

Diese Sätze werden die meisten Menschen, die in den 80er und 90ern im fernsehfähigen Alter waren, zum Brüllen oder zumindest zum Gniggern bringen. Und dann hat man sie alle wieder vor Augen: Lord Helmchen (Rick Moranis), Prinzessin Vespa (Daphne Zuniga), Waldi (John Candy), Lone Starr (Bill Pullman), Joghurt (Mel Brooks), Präsident Skroob (auch Mel Brooks) und Colonel Sandfurz (George Wyner), der einer Crew vorsteht, die fast komplett vom Clan der Arschlöcher abstammt.

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Vom Kritikerflop zu Kulthit

Wir befinden uns hier natürlich im durchgeknallten Universum von Spaceballs aus dem Jahr 1987– der wiederum die Verballhornung der originalen Stars Wars-Trilogie ist, die von 1977 bis 1983 in den Kinos lief. Wobei dieser Satz ein wenig zu kurz greift. Wir möchten die mal tollen, mal grenzdebilen Referenzen auf 2001: Odyssee im Weltraum, Alien, Planet der Affen, Die Klapperschlange und Raumschiff Enterprise keineswegs unterschlagen. Ach ja: Der Plot ist laut Brooks übrigens von Frank Capras Klassiker It Happened One Night aus dem Jahr 1934 inspiriert.

Mel Brooks’ Spaceballs gilt heute als Kultfilm – aber das hat dieser Film weder der Filmkritik noch dem Kino zu verdanken. Während der Spiegel immerhin noch "liebenswerten Klamauk" sah, nannte Variety den Film eine "missglückte Parodie, die nicht mal lustig ist". Die Washington Post konstatierte metaphorisch, der Film sei wie ein "Schwarzes Loch, das jegliche Komik verschlingt" und so unterhaltsam "wie eine Tasse Kaffee, die Ihnen jemand auf die Hose schüttet." Immerhin sagte der vermutlich meistzitierte Filmkritiker der Welt, Roger Ebert, Spaceballs sei eine "unterhaltsame, lustig-dumme Story", käme allerdings zu einer Zeit, in der man Star Wars-Parodien schon ein wenig überhätte.

© Capelight

© Capelight

Aber nachdem Spaceballs im Kino eher mittelgut performte, setzte er zum Langstreckenflug in die Weiten des Film-Universums an. Mel Brooks’ Parodie wurde zum Videotheken-Hit, zum VHS-Standartwerk, zum gerne im Privatfernsehen wiederholten Abend- und Nachtspaß.

Wir finden: Völlig zu recht! Denn Spaceballs ist saulustig und herrlich dumm – aber auf inspirierende und verbindende Weise. Hier wird nicht nach unten getreten, sondern ein Genre liebevoll auf die Schippe genommen.

Was Mel Brooks über Spaceballs sagt

Und Spaß war auch "der Saft", der die Dreharbeit antrieb. In diesem wundervollen Text für das Magazin Literary Hub schrieb Brooks 2021darüber, wie er überhaupt auf die Idee kam, sich Star Wars vorzunehmen: "Mein Sohn Max liebte die Star-Wars-Filme. Ich nahm ihn zu verschiedenen Vorführungen mit. Und zu seinem zehnten Geburtstag feierte er eine Geburtstagsparty unter dem Motto Star Wars. Und Mann, haben die Kinder das geliebt! Da dachte ich mir: Science-Fiction! Das ist ein Genre, das ich noch nicht ruiniert habe …".

Mel Brooks ist vor allem voll des Lobes für Lord Helmchen und Rick Moranis, obwohl: "Er hat mich viel Geld gekostet. Wir mussten viele Szenen sehr oft drehen, weil er immer wieder einen Lachanfall bekam." Moranis lieferte auch die Inspiration zu Lord Helmchens Helm, so Brooks. "Wir nannten seine Figur Lord Helmchen, und weil Rick klein war, beschlossen wir, ihn buchstäblich in einen riesigen schwarzen Helm zu stecken. Der riesige Helm ist ein visueller Gag, der jedes Mal funktioniert. Es war eine große, alberne, lustige Idee. Es war die Art von karikaturistischem Witz, der sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern ankam. Rick war in dieser Rolle zum Totlachen."

Eine Fortsetzung kommt 2027

Das würden wir so unterschreiben. Brooks Liebe zu Spaceballs (oder seine Geldgier, wie er im Trailer ankündigt?) – und vor allem die Treue der Film-Fans – reichen sogar so weit, dass Brooks gerade im hohen Alter eine Fortsetzung dreht, die angeblich 2027 in die Kinos kommen soll. Wie es einst, der weise Joda, pardon Joghurt in Spaceballs angekündigt hatte:

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Um die Wartezeit zu überbrücken, und um Spaceballs mit seinem übersichtlichen Kinoerfolg zu versöhnen, bringt die Reihe "Best of Cinema" das Original am kommenden Dienstag noch einmal auf die Leinwand. Die Kräfte des Saftes wirken manchmal langsam, aber sie wirken, wie dieser Artikel beweisen dürfte.

Spaceballs läuft am 2. Juni in ausgewählten Kinos in der Reihe "Best of Cinema". Alle Zeiten und teilnehmenden Kinos findet man hier.

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DK

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