Durch Berlin mit: Margarethe von Trotta

Die Filmemacherin Margarethe von Trotta wurde 1943 in Berlin geboren, ihre Mutter und sie verließen die Stadt jedoch kurz nach Ende des Krieges. In ihren Filmen kehrte sie später immer wieder nach Berlin zurück. Ein kleiner Rundgang an Orte der Hauptstadt, die mit ihrem Werk eng verknüpft sind.

Galerien 08. Juni 2019

Ihre Berliner Kindheit war nur von kurzer Dauer. Im Alter von etwa drei Jahren zog die im Mai beim Deutschen Filmpreis in Berlin für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Filmemacherin Margarethe von Trotta ins Rheinland.

Sie erlebte am eigenen Leib was es bedeutete, im Nachkriegsdeutschland als Flüchtling und Staatenlose aufzuwachsen. Von den ersten Lebensjahren in Berlin, so erzählte sie beim Spaziergang durch die Hauptstadt, habe sie nur Ruinen in Erinnerung. In Bad Godesberg lernte sie dagegen das Deutschland kennen, das in der Romantik beschrieben und besungen wird.

Diese Diskrepanz, so Margarethe von Trotta, zeichne neben einigen anderen Aspekten ihr gesamtes Schaffen aus. Eine Bewegung vom Dunklen zum Hellen.

Mit Filmen wie Die verlorene Ehre der Katharina Blum (gemeinsam mit Volker Schlöndorff), Die bleierne Zeit, Das Versprechen, Rosa Luxemburg oder Rosenstraße entwickelte sie über die Jahre viele verschiedene künstlerische Perspektiven auf deutsche Geschichte und historische Begebenheiten in Berlin.

Für uns besuchte sie damit verbundene Orte und wurde vom Fotograf Sebastian Gabsch begleitet.

WF

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