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Mit David Bowie im Kino – die Playlist danach

Am 10. Januar 2026 jährt sich der Todestag von David Bowie zum zehnten Mal. Wir hören deshalb die Musik aus seinen Filmen und ikonische Bowie-Songs, die das Kino prägten.

09. Januar 2026

Bowie in "Merry Christmas, Mr. Lawrence" © Studiocanal

Bowie in "Merry Christmas, Mr. Lawrence" © Studiocanal

Die Artikel und Playlisten zu Bowies Todestag kommen in einer Zeit, in der seine Musik (mal wieder) erfolgreicher denn je ist. Der neueste Hype hat vor allem die Gen-Z erwischt, die beim schön illustrierten Abspann des Finales der Serie Stranger Things die ein oder andere Träne verdrückte, während dazu "Heroes" lief. Ein Song, der schon in einer ikonischen Schlussszene der Serie in der dritten Staffel zum Einsatz kam – da aber in der atmosphärischen Version von Peter Gabriel. Für ältere Generationen ist "Heroes" (ebenso wie "Station To Station) natürlich in erster Linie mit dem Drama Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo von 1981 verbunden.

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Die beiden Versionen bilden nun die Klammer dieser Playlist, die einerseits Musik aus Filmen mit David Bowie versammelt (von denen ARTHAUS Merry Christmas, Mr. Lawrence im Programm hat) und andererseits Songs highlightet, die in ikonischen Filmszenen zum Einsatz kamen.

Nicht so offensichtlich wie "Heroes" ist zum Beispiel der Song "Always Crashing In The Same Car", der in Chris Petits Roadmovie Radio On aus dem Jahr 1979 zu hören ist, als der Protagonist über den Londoner Westway Interchange fährt und die Kamera von Martin Schäfer (der bekanntlich auch mit Wim Wenders arbeitete) die brutalen Konturen der Plattenbauten ins Visier nimmt.

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Mit David Lynch gibt es eine doppelte Verbindung: Bowie hatte in Twin Peaks: Fire Walk With Me einen Gastauftritt und Lynch nutzte in Lost Highway einen echten Deep Cut: "I’m Deranged" vom 1995 veröffentlichten Album "1. Outside (The Nathan Adler Diaries: A Hyper Cycle", das damals wenig Anklang fand.

Überhaupt hatten große Regisseure ein Faible für Bowie: Unvergessen ist Lars von Triers Schockeffekt am Ende des an Schockeffekten nicht armen Dogville, als plötzlich in einem eher zynischen Kontrast Bowies "Young Americans" beginnt. Wes Anderson wiederum setzte in Die Tiefseetaucher auf von Seu Jorge auf Portugiesisch vorgetragene Bowie-Cover wie "Queen Bitch", "Changes", "Starman" oder "Rock N‘ Roll Suicide". Nur "Life On Mars" erklingt in einer besonders emotionalen Szene im Bowie-Original.

Quentin Tarantino eröffnete mit Bowies "Cat People (Putting Out Fire)" das fünfte Kapitel von Inglourious Basterds, in dem Shosanna ihre Rache an den Nazis plant. Es war übrigens der zweite Kinoeinsatz des Liedes – ursprünglich hatte Bowie es nämlich für Paul Schraders Katzenmenschen aus dem Jahr 1982 geschrieben.

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Nicht fehlen darf natürlich "Moonage Daydream" – das Lied, das einer sehr guten Bowie-Doku den Titel gab und auch in Guardians Of The Galaxy zum Einsatz kommt, oder der Titelsong von John Phillips aus dem Film Der Mann, der vom Himmel fiel . Oder "Magic Dance" und "As The World Falls Down" aus dem 80er-Kultfilm Labyrinth, in dem man Bowie in Hosen sieht, die selbst Ziggy Stardust die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Apropos Ziggy Stardust: die Live-Versionen von "Space Oddity" und "Ziggy Stardust" aus dem Konzertfilm Ziggy Stardust and the Spiders from Mars sind natürlich auch dabei. Und auch wenn man "Let’s Dance" in Zoolander nur für zwei kurze Sekunden im Film hört, muss man den Walk-off-Battle mit Bowie als Schiedsrichter hier natürlich ebenso droppen, obwohl das Duell selbst dann zu Michael Jacksons "Beat It" ausgefochten wird.

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Last but not least sollte hören wir rein in ikonische Szenen von Grosse Point Blank ("Under Pressure"), Mauvais Sang ("Modern Love"), Absolute Beginners ("That’s Motivation") und A Knight’s Tale ("Golden Years").

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