Koreanische Komplimente: Bong Joon-ho liebt Kaspar Hauser

Der Regisseur von Parasite spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung über seine Wertschätzung des deutschen Autorenkinos und lobt die Filme von Fassbinder, Wenders und Herzog.

31. Oktober 2019

Bong Joon-ho erntet dieser Tage herausragende Kritiken für seinen bösen, intelligenten und sozialkritischen Film Parasite. In einem Interview mit der SZ sprach der südkoreanische Regisseur nun über seine Vorbilder – und nannte einige Namen, die mit ARTHAUS eng verbunden sind.

So sei vor allem Rainer Werner Fassbinders Angst essen Seele auf eine direkte Inspiration: "Mangel, Lust und Gier beeinflussen Menschen und Familien. Das ist ein gutes Thema, weshalb sich viele Regisseure damit beschäftigen. Besonders toll konnte das einer aus ihrem Land, den ich sehr bewundere, Rainer Werner Fassbinder." Über Angst essen Seele auf sagt Bong Joon-ho: "Wie die Familie der Frau darauf reagiert, als sie ihnen ihren Liebhaber Ali vorstellt, einen Ausländer, wie Fassbinder diese Ressentiments zeigt, das hat mich immer beeindruckt."

"Mangel, Lust und Gier beeinflussen Menschen und Familien." so Bong Joon-ho. © Fassbinder Foundation

Jeder für sich und Gott gegen alle

Filme wie diese hätten in seiner Heimat einen guten Stand so Bong Joon-ho: "Südkoreanische Regisseure haben ein Faible fürs deutsche Autorenkino, zum Beispiel mein Kollege Park Chan-wook, der Oldboy gemacht hat. Fassbinder, Wim Wenders … Mein Favorit ist Werner Herzog. Seine Filme haben eine einzigartige Kraft, als Student war ich verrückt danach. Besonders mag ich seinen Kaspar Hauser und "Jeder für sich und Gott gegen alle".

Das komplette Interview können Sie hier lesen: https://sz.de/1.4643179

DK

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