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Neu bei ARTHAUS+: Mit Agatha Christie und Patricia Highsmith durch den Winter

Ohne Krimi gehen Sie nie ins Bett – beziehungsweise aufs Sofa? Die Programm-Neuheiten auf ARTHAUS+ im Januar sind genau das Richtige für Sie!

29. Januar 2026

Agatha Christie

Agatha Christie ist unbestritten die Queen of Crime. Zwei Milliarden Leser*innen weltweit können nicht irren. Wie man die leicht angestaubten gesellschaftlichen Rahmen ihrer spannend konstruierten Whodunnit-Kriminalgeschichten auf den neuesten Stand bringt, um qualitativ nicht hinter zeitgenössische Christie-Jünger wie Rian Johnson mit seiner Knives Out-Mystery-Reihe zurückzufallen, zeigt die Netflix-Produktion Agatha Christie's Seven Dials. In diesem Update eines Agatha-Christie-Romans aus dem Jahr 1929 beweisen Helena Bonham Carter und Martin Freeman ihre darstellerische Klasse, der Plot wurde um historische Bezüge zu Erstem Weltkrieg und Kolonialismus erweitert. Regie führte Broadchurch-Macher Chris Chibnall.

Die Jüngeren unter uns könnten sich an die britische TV-Produktion mit dem deutschen Titel Das Geheimnis der sieben Zifferblätter erinnern, die aus demselben Stoff gestrickt wurde. Allein der fernsehpoetische Klang des Titels weist den Weg zum Genuss älterer Agatha-Christie-Filme und -Serien, ohne sich dabei nach modernen künstlerischen Mätzchen zu sehnen.

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Gerade die großen Spielfilme wie Tod auf dem Nil, Mord im Spiegel, Das Böse unter der Sonne oder Mord im Orient-Express – seit Januar alle im ARTHAUS+-Channel und zuletzt in der Agatha Christie Collection zusammen mit dem etwas unkonventionelleren Thriller Mord nach Maß erschienen –, sind wegen ihrer Starensembles über die reine Nostalgie hinausweisende Zeugnisse höchster Kinokultur. So buchstabierte man halt Glamour. Zugleich opulent und mit feinem Sinn für Details inszeniert. Da reichen Chibnalls Seven Dials ehrlich gesagt nicht ganz heran, denn bei aller Modernität lassen sie eine Spur Raffinesse vermissen.

Für die geannten Klassiker gilt: Egal, ob man weiß, wer den Mord begangen hat oder nicht. Man lässt sich immer wieder mitreißen von den verwickelten Fällen, in denen Legenden wie Albert Finney und Peter Ustinov Meisterdetektiv Hercule Poirot verkörpern, Angela Lansbury als Miss Marple glänzt und weitere Hauptrollen mit Elizabeth Taylor, Rock Hudson, Kim Nowak, Tony Curtis, Geraldine Chaplin, Lauren Bacall, Martin Balsam, Ingrid Bergman, Jacqueline Bisset, Jean-Pierre Cassel, Sean Connery, John Gielgud, Wendy Hiller, Anthony Perkins, Vanessa Redgrave, Rachel Roberts, Richard Widmark, Michael York, Maggie Smith, Nicholas Clay, Diana Rigg, Denis Quilley, Roddy McDowall, James Mason oder Jane Birkin besetzt sind.

© Studiocanal

© Studiocanal

Patricia Highsmith

Wenn wir an Geschichten der anderen großen britischen Krimischriftstellerin denken, dann kommen nicht nur ausgewiesenen Cineasten vermutlich Der Fremde im Zug von Alfred Hitchcock oder diverse Ripley-Verfilmungen wie Nur die Sonne war Zeuge mit Alain Delon oder Der amerikanische Freund von Wim Wenders in den Sinn. Aber es gibt weitere High(smith)lights: 2014 verfilmte Hossein Amini den Highsmith-Roman Die zwei Gesichter des Januars, dessen Anspielung auf die Mythologie und den doppelköpfigen Gott Janus im Titel bereits Gedanken an den undurchsichtigen Hochstapler Mr. Ripley wachwerden lässt. Amini kann sich bei seinem Noir-Thriller um eine Ménage-à-trois auf ein fulminantes Aufgebot um Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Oscaar Isaac, sowie auf reizvolle Kulissen und eine exquisite Retro-Aussattung verlassen. Der Rest läuft wie von selbst, wenn man sich an der Story einer der tiefschürfendsten Genre-Autorinnen orientieren kann. Sowohl als literatische wie auch als filmische Unterhaltung mit hohem Spannungsfaktor sei ihnen Die zwei Gesichter des Januars ans Herz gelegt – und der Winter kann bleiben.

Weitere Neuheiten

Ebenfalls neu bei ARTHAUS+ seit diesem Monat und nicht weniger spannend: Verbrecherische Herzen, Mit Schirm, Charme und Melone – Staffel 6, Hafen im Nebel, Deutschland im Jahre Null

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WF

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