ARTHAUS Close-Ups: Es gehören immer drei dazu…

Unsere beliebte Close-Up-Reihe mit jeweils drei Filmen von den größten Regisseuren bietet spannende Querschnitte durch deren Gesamtwerke. Jetzt gibt es einige neue Blu-ray-Editionen.

Filmgeschichten 05. Februar 2020

Wenn Fußballfans von einem Auswärtsspiel heimkommen und sich über einen "Dreier" freuen, ist die Sache klar. Ihre Mannschaft hat gewonnen, was mit drei Punkten belohnt wird. Sprechen Filmliebhaber*innen nach dem Shopping-Trip von einen "Dreier", liegt die Sache ebenfalls auf der Hand. Es kann sich eigentlich nur um einen der so schlanken wie gehaltvollen Schuber aus der schönen ARTHAUS Close-up-Reihe handeln und auch in diesem Fall um einen Gewinn.

Die Gesichter des Jim Jarmusch

Vier Augen sehen mehr als zwei und drei Filme sagen mehr über das Werk von Regisseur*innen als einer. Aber jetzt Schluss mit den Binsenweisheiten. Versprochen! Denn die Close-Ups sind ja gerade dafür gedacht, einen tiefen Blick zu riskieren und Gewissheiten durchaus mal in Frage zu stellen. Mit dem ihm gewidmeten Close-Up könnten Sie zum Beispiel Ingmar Bergmans gewaltiges Opus locker an einem Tag überblicken – sagen wir Wilde Erdbeeren (1957) zum Frühstück, Persona (1966) am Nachmittag und die Kinofassung von Szenen einer Ehe (1974) am Abend. Damit haben Sie längst nicht alles gesehen, was der Schwede zu bieten hat, aber die Essenz von Bergmans Schaffen doch verinnerlicht. Natürlich steht es ihnen frei, die verschachtelte und psychologisch komplexe Dramaturgie eines jeden dieser Geniestreiche länger auf sich wirken zu lassen. Aber aller guten Dinge sind nun mal…naja, Sie wissen schon.

Bergmans Dreifaltigkeit

Ähnliches lässt sich von den Close-Up-Querschnitten durch die Lebensleistungen solcher Filmgrößen wie Jacques Tati, Luis Buñuel, Werner Herzog, Roman Polanski, Federico Fellini oder Jim Jarmusch sagen – jetzt alle auch auf Blu-ray erhältlich. Die Bandbreite etwa von Buñuels Schaffen zwischen Surrealismus und nüchterner Gesellschaftsanalyse wird von der Kombi aus Belle de Jour – Schöne des Tages (1967), Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972) und Dieses obskure Objekt der Begierde (1977) bestens abgebildet. Innerhalb von zehn Jahren entstanden, machen diese Filme die Entwicklung des Künstlers über eine Dekade so gut nachvollziehbar wie Die Ferien des Monsieur Hulot (1953), Mein Onkel (1958) und Trafic – Tati im Stoßverkehr (1971) das ganze Können eines Jacques Tati. Filmgeschichte in der Nussschale.

Tati – einfach unverbesserlich und unübertroffen

WF

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